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Ungarische oekumenische Delegation besucht Bruessel


From FRANK_IMHOFF.parti@ecunet.org (FRANK IMHOFF)
Date 23 Feb 1999 10:07:35

Staerkung der Auslandstaetigkeit der Kirchen durch Beitritt zur
Europaeischen Union

BUDAPEST, Ungarn/GENF, 18. Februar (lwi) - Zum ersten Mal hat eine
oekumenische Delegation bestehend aus Katholiken, Protestanten und Juden
Ost-Mitteleuropas die Zentrale der Europaeischen Union (EU) in Bruessel
besucht.

Der Anfang Februar stattfindende Besuch von Vertretern ungarischer
Religionsgemeinschaften war fuer die derzeit laufenden
EU-Beitrittsverhandlungen mit den sogenannten Schwellenlaendern von
Bedeutung, wofuer auch religioese Gemeinschaften vermehrt einbezogen
werden. Es wird damit gerechnet, dass Ungarn, Polen und Tschechien im
Jahre 2002, spaetestens 2004 beitreten werden.

Die drei Tage in Bruessel weilende Delegation setzte sich aus
katholischen, reformierten und lutherischen Bischoefen und zwei
leitenden Rabbinern zusammen.

Ein Mitglied der Delegation, Bischof Bela Harmati, von der
Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn, berichtete, dass die
ungarische Delegation in Bruessel von hochrangigen EU-Vertretern
empfangen worden sei, u.a. dem Praesidenten der Kommission, Jacques
Santer, und vom Praesidenten des Europaparlaments, Jose Maria
Gil-Robles.

*Die Kirchen und Glaubensgemeinschaften Ungarns unterstuetzen den
EU-Beitritt*, so Harmati, allerdings *moechten wir unser christliches
Wertesystem einbringen*, auch wenn Ungarn keine Bedingungen stellen
koenne und gewisse Rechte abgeben muesse.

Schliesslich erwarten sich Ungarns Kirchen vom EU-Anschluss eine
Bestaetigung und Staerkung ihrer Taetigkeit im Ausland, vor allem unter
den Diasporagemeinden ungarischer Ethnie und Sprache, besonders in
Oesterreich. 1998 hat eine Delegation der roemisch-katholischen Kirche
in Polen und der Tschechischen Republik die EU-Zentrale in Bruessel
besucht.

Der Europareferent der LWB-Abteilung fuer Mission und Entwicklung (AME),
Pfr. Olli-Pekka Lassilla aeusserte sich lobend zu dem oekumenischen
Ansatz der Kirchen Ungarns zur Europaeischen Union. *Das ist ein Zeichen
fuer eine gute oekumenische Zusammenarbeit in Ungarn im allgemeinen, was
heute in den Laendern Ost-Mitteleuropas ueberhaupt nicht
selbstverstaendlich ist. Andere Kirchen in Europa sollten diesem
Beispiel folgen,* sagte er.

***
Lutherische Welt-Information (lwi)
Deutsche Redakteurin: Pauline Mumia
E-mail: pmu@lutheranworld.org
http://www.lutheranworld.org/


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