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Kurznachrichten der LWI-Ausgaben 03/2007 & 04/2007


From "Frank Imhoff" <Frank.Imhoff@elca.org>
Date Fri, 18 May 2007 10:32:09 -0500

LWI online unter: www.lutheranworld.org/News/Welcome.DE.html

LUTHERISCHE WELT-INFORMATION Postfach 2100, CH-1211 Genf 2, Schweiz Deutsche Redaktion: Dirk-Michael Groetzsch Tel.: +41-22-791-6352 Fax: +41-22-791-6630 E-Mail: dmg@lutheranworld.org

Kurznachrichten der LWI-Ausgaben 03/2007 & 04/2007

 Bischoefin Margarita Martinez von der Karibik-Synode der ELKA verstorben  Palaestinensische lutherische Kirche trauert um ihren ersten Bischof  Andreas von Maltzahn neuer mecklenburgischer Landesbischof  Braunschweiger Landesbischof Weber wuenscht sich mehr Mut zum gemeinsamen Zeugnis  Brasilianischer Theologe Carlos Bock neuer Vorsitzender des Programmausschusses fuer Mission und Entwicklung  Slowakischer Bischof em. JÃlius Filo neuer Vorsitzender des LWB-Projektausschusses  Indischer Pfarrer Augustine Jeyakumar in LWB-Programmausschuss fuer Kommunikationsdienste gewaehlt  Leitfaden fuer die HIV und AIDS-Arbeit im LWB  Sierra Leone: Bischof begruesst Verwendung von Krio zur Bekaempfung der Gewalt gegen Frauen

Bischoefin Margarita Martinez von der Karibik-Synode der ELKA verstorben

Bischoefin Margarita Martinez von der Karibik-Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELKA) ist am 11. Maerz in Alter von 59 Jahren in Bayamon (Puerto Rico) einem Krebsleiden erlegen.

Der Leitende Bischof der ELKA und Praesident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Mark S. Hanson, wuerdigte Martinez: âMit der Art und Weise, wie sie die Karibik-Synode leitete, hat sie uns die Vision einer integrativeren und multikulturelleren Kirche geschenkt. In den oekumenischen Beziehungen verkoerperte sie die Gaben, die Frauen in Amt und Leitungspositionen einbringen. Zahllosen jungen Menschen und neu ordinierten Geistlichen war sie starke Mentorin und spirituelle Freundin.â

Martinez wurde in New York (USA) geboren und erwarb 1979 einen Bachelor- sowie 1982 einen Master-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre an der Universidad Mundial in Hato Rey (Puerto Rico). 1989 folgte ein Master der Theologie am Lutheran Theological Seminary (Philadelphia/USA).

Nach ihrer Ordination 1989 war Martinez Pfarrerin der Iglesia Evangelica Luterana Bethel, Dorado und der Iglesia Evangelica Luterana San Marcos, Guaynabo (beide Puerto Rico). Von 1991 bis 1993 hatte sie die Funktion der Geschaeftsfuehrerin der Karibik-Synode der ELKA inne.

Martinez nahm 1997 als Delegierte ihrer Kirche an der Neunten LWB-Vollversammlung in Hongkong (China) teil. Von 1997 bis 1999 wirkte Martinez als beigeordnete Direktorin fuer weltweite Veranstaltungen in der ELKA-Abteilung fuer weltweite Mission. 2001 waehlte die Karibik-Synode der ELKA Martinez zur Bischoefin mit sechsjaehriger Amtszeit. Zu diesem Zeitpunkt war sie in der Lutherischen Mission Cristo El Senor, Cayey (Puerto Rico) taetig.

Martinez hinterlaesst ein erwachsenes Kind, einen Bruder sowie ihre Mutter.

Zur Karibik-Synode der ELKA gehoeren 6.140 getaufte Mitglieder in 34 Gemeinden in Puerto Rico sowie den US-amerikanischen Jungferninseln. (269 Woerter) (Nach ELKA News Service)

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Palaestinensische lutherische Kirche trauert um ihren ersten Bischof

Bischof i. R. Daoud Haddad, erster Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien (ELKJ), ist laut einer Stellungnahme seiner Kirche am 19. Maerz nach einem Schlaganfall verstorben.

Haddad wurde 1914 im Libanon geboren, studierte in der Schweiz und in Deutschland Theologie und wurde 1940 in Jerusalem ordiniert. 1979 wurde er zum ersten Bischof der ELKJ, der heutigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELKJHL), geweiht. Sein Amt hatte er bis 1986 inne. Haddads Nachfolge trat der verstorbene Bischof Naim Nasser an.

In der Stellungnahme der ELKJHL heisst es, Haddads Leben sei von schwierigen und turbulenten Momenten gepraegt gewesen. Zwei Tage nach seiner Ordination an der lutherischen Erloeserkirche in Jerusalem durch Propst Johannes Do ering und Direktor Hermann Schneller seien die beiden Deutschen deportiert worden, da in Europa der Krieg begonnen hatte. Als 1948 der palaestinensisch-juedische Konflikt begann, befand er sich in Nazareth, von wo er 15 Jungen aus der Schneller-Schule in den Libanon brachte, da Befuerchtungen bestanden, sie seien in der Schule nicht mehr sicher. Nach seiner Rueckkehr nach Jerusalem engagierte sich Haddad fuer die palaestinensischen Fluechtlinge, die sich in einer extremen Notlage befanden.

ELKJ hatte damals Gemeinden im Westjordanland, in Jerusalem, Bethlehem, Beit Jalla und Beit Sahur. 1954 wurde in Ramallah eine Gemeinde fuer die zahlreichen Fluechtlinge aus Jaffa, Ramle und Lod gegruendet. Koenig Abdullah von Jordanien erkannte die ELKJ 1959 offiziell an. Auf dieser Grundlage wurde 1977 in Amman eine sechste Gemeinde gegruendet. Nach seiner Wahl und Weihe setzte Haddad Schwerpunkte seiner Arbeit bei der wachsenden Spiritualitaet und Entwicklung der Kirche sowie ihren oekumenischen und interreligioesen Beziehungen.

Bischof i. R. Daoud Haddad hinterlaesst seine Gattin und fuenf Kinder.

Die ELKJHL hat 3.000 Mitglieder und gehoert seit 1974 dem LWB an. (290 Woerter)

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Andreas von Maltzahn neuer mecklenburgischer Landesbischof

Propst Dr. Andreas von Maltzahn (45) aus Wismar (Deutschland) wurde am 30. Maerz zum neuen Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs gewaehlt. Die Mitglieder der in Plau am See (Deutschland) tagenden mecklenburgischen Landessynode waehlten von Maltzahn im dritten Wahlgang zum Nachfolger von Landesbischof Hermann Beste, der am 30. Juni in den Ruhestand verabschiedet wird.

In einem Grusswort bat der neu gewaehlte Landesbischof darum, dass in ihm nicht nur der Bischof gesehen werde, sondern auch der Menschen, âder im Ringen um den richtigen Weg unserer Kirche steht.â

Im Anschluss an seine Wahl betonte von Maltzahn hinsichtlich des weiteren Wegs der mecklenburgischen Landeskirche im Blick auf einen moeglich Zusammenschluss mit anderen Kirchen, dass er in der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche viele gute Erfahrungen gemacht und âkeine Beruehrungsaengsteâ habe. Er rief dazu auf, in den kuenftigen Gespraechen ânicht nur auf das zu schauen, was wir verlieren werden, sondern was wir gewinnen.â

Von Maltzahn hat nach dem Abitur in Rostock (Deutschland) Wehrersatzdienst als Bausoldat geleistet und danach Theologie in Rostock und Berlin (Deutschland) studiert. Nach einem dreijaehrigen Forschungsstudium an der Universitaet Greifswald (Deutschland), anschliessendem Vikariat und Promotion war er ab 1992 Pastor in Vipperow (Deutschland) und seit 1998 in Wismar. Seit 2006 ist er gleichzeitig zu seinem Dienst als Gemeindepfarrer Propst in Wismar. Von Maltzahn ist verheiratet.

In einer Stellungnahme begruesste die Pommersche Evangelische Kirche das Votum der mecklenburgischen Landessynode, in gemeinsame Sondierungsgespraeche mit der nordelbischen Kirche einzutreten. âDa mit ist der Weg frei fuer erste Schritte hin zu einer kuenftigen Nordkircheâ betonte der pommersche Bischof, Dr. Hans-Juergen Abromeit. Damit verbunden sei die Hoffnung, dass die jahrelange gute Zusammenarbeit zwischen der pommerschen und mecklenburgischen Kirche weitergefuehrt und unter einem gemeinsamen Dach weiter an Gestalt gewinnen koenne. Gleichzeitig habe mit einer Nordkirche das kirchliche Handeln im deutschen Ostseeraum auch langfristig eine gute Perspektive.

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs gehoerte 1947 im schwedischen Lund zu den Gruendungsmitgliedern des Lutherischen Weltbundes (LWB), sie hat rund 208.000 Mitglieder. Die pommersche Kirche ist seit 1956 Mitglied im LWB, sie hat knapp 104.000 Mitglieder. (336 Woerter)

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Braunschweiger Landesbischof Weber wuenscht sich mehr Mut zum gemeinsamen Zeugnis

Fuer eine âinnere Erneuerung der Oekumeneâ hat sich der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (V ELKD), Landesbischof Dr. Friedrich Weber (Wolfenbuettel/Deutschland), ausgesprochen. Die Kirchen muessten âzurueck zu den biblischen Wurzeln, zur gemeinsamen Feier des Gottes, der sich in seinem Sohn uns Menschen schenktâ, betonte Weber in einem Interview der âVELKD-Informationenâ. Dies gelte nicht nur im Verhaeltnis der beiden grossen Kirchen zueinander, sondern auch im Blick auf die kleineren Kirchen.

Ein gewisses Erkalten des oekumenischen Interesses, das der Praesident des Paepstlichen Rates zur Foerderung der Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper, unlaengst beklagte, sieht Landesbischof Weber allenfalls auf den âoffiziellen Ebenenâ. Vor Ort, im Raum der âOekumene des Lebensâ, mag er diesen Eindruck nicht bestaetigen. Da geschehe viel, âvon gemeinsamen diakonischen Projekten bis hin zu oekumenischen Partnerschaften, Begegnungen auf der Ebene der Kirchenvorstaende und Pfarrgemeinderaete, gemeinsame Traegerschaften von Stadtteilprojekten fuer benachteiligte Jugendliche, gemeinsame Nutzung von Gebaeuden - fast nichts ist unmoeglichâ. Weber woertlich: âIch wuensche mir aber noch mehr Mut zum gemeinsamen Zeugnis, das sich in der gemeinsamen Verantwortung und der gemeinsamen Tat Ausdruck verschafft.â

Grosse Hoffnungen setzt der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig auf den Oekumenischen Kirchentag 2010 in Muenchen (Deutschland). Er wuensche sich, dass die Kirchen in den naechsten drei Jahren zu einer echten Weggemeinschaft zusammenwachsen.

Die VELKD ist ein Zusammenschluss von acht Landeskirchen. Ihr gehoeren an: Bayern, Braunschweig, Hannover, Mecklenburg, Nordelbien, Sachsen, Schaumburg-Lippe und Thueringen. Sie repraesentiert rund 9,75 Millionen Gemeindemitglieder. (243 Woerter)

Der vollstaendige Wortlaut des Interviews steht zum Download im Internet zur Verfuegung unter: www.velkd.de

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Brasilianischer Theologe Carlos Bock neuer Vorsitzender des Programmausschusses fuer Mission und Entwicklung

Der Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB) hat auf seiner Tagung im Maerz 2007 im schwedischen Lund Dr. Carlos Gilberto Bock (43) von der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (EKLBB) zum Ratsmitglied und zum Vorsitzenden des Programmausschusses fuer Mission und Entwicklung gewaehlt. Bock wird ebenfalls Mitglied des LWB-Exekutivkomitees. Er ist in diesen Funktionen Nachfolger von EKLBB-Praesident Pfr. Dr. Walter Altmann, der seit Februar 2006 Vorsitzender des Zentralausschusses des Oekumenischen Rates der Kirchen ist. Der brasilianische Theologe ist gegenwaertig Berater des EKLBB-Praesidenten in Porto Alegre (Brasilien), wo die Kirche ihren Sitz hat. Zuvor war er von 1997 bis 1999 Geschaeftsfuehrer der Entwicklungsprojekte der EKLBB. Im Jahr 1996 arbeitete er als Berater der CESE, einer oekumenischen humanitaeren Organisation, mit deren Hilfe brasilianische Kirchen wie die EKLBB mit Basisorganisationen zusammenarbeiten, um soziale Ungerechtigkeit zu ueberwinden. Von 1989 bis 1995 war Bock stellvertretender Geschaeftsfuehrer des Nationalen Rates christlicher Kirchen in Brasilien (CONIC).

Der Programmausschuss fuer Mission und Entwicklung ueberprueft und evaluiert die Arbeit der LWB-Abteilung fuer Mission und Entwicklung und erstattet dem Rat Bericht. (182 Woerter)

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Slowakischer Bischof em. JÃlius Filo neuer Vorsitzender des LWB-Projektausschusses

Der LWB-Rat hat Bischof em. Dr. JÃlius Filo (56) von der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in der Slowakischen Republik (EKAB-SR) zum Vorsitzenden des LWB-Projektausschusses gewaehlt. In dieser Funktion ist Filo Nachfolger des schwedischen Erzbischofs Anders Wejryd. Wejryd war im September 2006 zum Oberhaupt der Schwedischen Kirche ernannt worden und aus dieser Funktion ausgeschieden.

Filo war von 1994 bis 2006 Generalbischof der EKAB-SR, von 1997 bis 2003 LWB-Vizepraesident fuer die Region Mittel- und Osteuropa sowie Mitglied des LWB-Programmausschusses fuer Theolo gie und Studien. Weiterhin leitete er den Oekumenischen Rat der Kirchen in der Slowakischen Republik. Filo wurde 1974 ordiniert und arbeitete zunaechst als Pfarrer, spaeter als Dozent und Dekan der Abteilung fuer Praktische Theologie der Universitaet Bratislava. Von 1985 bis 1990 engagierte er sich als Koordinator eines Jugend- und Studierendenprogramms im Genfer LWB-Sekretariat. Filo ist zur Zeit Professor fuer Praktische Theologie an der Evangelischen Theologischen Fakultaet der Comenius-Universitaet in Bratislava (Slowakische Republik).

Ebenfalls in den Projektausschuss gewaehlt wurden Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer aus Deutschland und Robert Granke aus Kanada. Kiefer ist Mitglied des Ausschusses fuer Kirchliche Zusammenarbeit und Weltdienst des Deutschen Nationalkomitees des LWB und ist im Projektausschuss Nachfolger von Bischof Martin Schindehuette, der zum Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewaehlt wurde. Granke, Geschaeftsfuehrer des kanadischen Hilfswerkes Canadian Lutheran World Relief, ersetzt Ruth E. Jensen, die Ende 2005 in den Ruhestand trat.

Der Projektausschuss fuehrt die Aufsicht ueber die Kriterien der LWB-Projekte, ueberprueft die Projektauswahl und bewilligt die Projekte. Dieser Ausschuss berichtet dem Rat ueber den Programmausschuss fuer Mission und Entwicklung. (259 Woerter)

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Indischer Pfarrer Augustine Jeyakumar in LWB-Programmausschuss fuer Kommunikationsdienste gewaehlt

Der Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB) hat Pfr. A. G. Augustine Jeyakumar (59), Geschaeftsfuehrer der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Indien (VELKI), zum Mitglied des Programmausschusses fuer Kommunikationsdienste gewaehlt. Jeyakumar ist Nachfolger von Pfr. Chandran Paul Martin, der seit Juni 2006 im Genfer LWB-Sekretariat als Stellvertretender Generalsekretaer taetig ist.

Jeyakumar ist Mitglied der Lutherischen Kirche Arcot. In den letzten drei Jahrzehnten hatte er verschiedene Funktionen innerhalb der in Chennai (Indien) beheimateten VELKI inne. Vor seiner Wahl zum Geschaeftsfuehrer der VELKI im Maerz 2006 war er Geschaeftsfuehrer des Nationalen Komitees des LWB in Indien und Direktor der VELKI-Abteilung fuer soziales Engagement.

Der Kommunikationsausschuss ueberprueft die Arbeit des LWB-Bueros fuer Kommunikationsdienste. (117 Woerter)

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Leitfaden fuer die HIV und AIDS-Arbeit im LWB

âGrace, Care and Justiceâ [Gnade, Zuwendung, Gerechtigkei t] - unter diesem Titel hat der Lutherische Weltbund (LWB) im Maerz 2007 einen Leitfaden in englischer Sprache fuer die HIV und AIDS-Arbeit herausgegeben.

Das 114 Seiten starke Dokument stuetzt sich auf Beitraege von KirchenleiterInnen, MedizinerInnen, Pflegepersonal, SozialarbeiterInnen, in der Beratung Taetigen und anderen, die in den LWB-Regionen weltweit im Bereich HIV und AIDS taetig sind. Es soll anregen, in allen Lebensbereichen Menschen, die mit HIV infiziert oder an AIDS erkrankt sind, aktiver und wirksamer zu begleiten.

In sechs Kapiteln sammelt der Leitfaden theologische und seelsorgerliche Perspektiven zum Umgang der lutherischen Kirchengemeinschaft mit Menschen, die mit HIV infiziert oder an AIDS erkrankt sind. Themen sind: medizinische Fakten und Vorbeugung; Gender, Sexualitaet und Umgang mit der Wahrheit; Umgang mit Glaubensfragen; Zuwendung und Begleitung; Pflege zu Hause; Anwaltschaft.

Im Vorwort der Publikation aeussert LWB-Generalsekretaer Pfr. Dr. Ishmael Noko den Wunsch, der Leitfaden moege âeine hilfreiche Handreichung nicht nur fuer die lutherischen Kirchen und ihre Partnerprogramme, sondern auch fuer andere christliche Traditionenâ bieten. Noko stellt fest, viele der enthaltenen âPositionen und Empfehlungen decken sich mit jenen anderer Glaubensrichtungen sowie saekularer Organisationenâ.

Noko betont die unumstoessliche Verpflichtung des LWB zur Zusammenarbeit mit oekumenischen, interreligioesen, staatlichen und zivilgesellschaftlichen PartnerInnen. (207 Woerter)

Fuer weitere Inform

ationen zum Leitfaden wenden Sie sich bitte an die LWB-Abteilung fuer Mission und Entwicklung: sni@lutheranworld.org

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Sierra Leone: Bischof begruesst Verwendung von Krio zur Bekaempfung der Gewalt gegen Frauen

Aus Anlass der Veroeffentlichung der Uebersetzung von âKirchen sagen *Neinâ zur Gewalt gegen Frauenâ, einem Dokument des Lutherischen Weltbundes (LWB), ins Krio hat der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Sierra Leone, Thomas J. Barnett, die Verwendung dieser historisch bedeutsamen Sprache im Kampf gegen ein gesellschaftliches Uebel begruesst.

Krio sei als Kommunikationsinstrument vor ueber 200 Jahren in der Folge des verabscheuungswuerdigen, unmenschlichen Sklavenhandels in dieser Subregion entstanden, so Barnett. Es sei schlicht eine logische Konsequenz, diese Sprache nun im Kampf gegen ein anderes Uebel, die Gewalt gegen Frauen, einzusetzen, betonte der lutherische Bischof anlaesslich der Praesentation des Dokuments Ende Februar in Freetown (Sierra Leone), die im Rahmen einer subregionalen Frauenkonsultation der Lutherischen Gemeinschaft in Westafrika (LUCWA - Lutheran Communion in Western Africa) stattfand.

Mit der Krio-Fassung existieren nunmehr 27 Uebersetzungen des LWB-Dokuments, das im Jahr 2001 vom Referat fuer Frauen in Kirche und Gesellschaft (FKG) der LWB-Abteilung fuer Mission und Entwicklung herausgegeben wurde. Dieses Arbeitsdokument zeigt Moeglichkeiten auf, wie Frauen, Maenner und Gemeinden sich gemeinsam engagieren koennen, um Gewalt gegen Frauen in Kirche und Gesellschaft zu bekaempfen. Es ist ein Beitrag des LWB zur oekumenischen âDekade zur Ueberwindung von Gewalt: Kirchen fuer Frieden und Vesoehnungâ (2001 - 2010) sowie zur âInternationalen Dekade der Vereinten Nationen fuer eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit zu Gunsten der Kinder der Weltâ (2001 - 2010).

Initiiert wurde das Uebersetzungsprojekt ins Krio von FKG/LUCWA-Regionalkoordinatorin Pfarrerin Marie J. Barnett. Sie forderte die Frauen in der Subregion dringend dazu auf, âdas Buch intensiv zum Einsatzâ zu bringen und mit ihm die Kultur des Schweigens im eigenen Umfeld zu brechen. Mit der Foerderung der Uebersetzung des Dokuments in weitere Sprachen trage LWB/FKG zur Verbesserung der Gleichstellung von Frauen und Maennern innerhalb der lutherischen Kirchengemeinschaft bei, so Barnett.

LWB/FKG-Referentin Priscilla Singh betonte, KirchenleiterInnen haetten die Aufgabe, Gewalt gegen Frauen oeffentlich zu verurteilen, und ermutigte dazu, das LWB-Dokument auch im saekularen Bereich einzusetzen. Sie hoffe auf weitere Uebersetzungen des Dokuments in aller Welt, so Singh. (336 Woerter)

âKirchen sagen *Neinâ zur Gewalt gegen Frauenâ steht als PDF-Dokument auf der LWB-Webseite zum Download zur Verfuegung unter: www.lutheranworld.org/Auf_einen_Blick/LWB-Publikationen.htm

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Der Lutherische Weltbund (LWB) ist eine Gemeinschaft lutherischer Kirchen weltweit. 1947 in Lund (Schweden) gegruendet, zaehlt er inzwischen 140 Mitgliedskirchen, denen rund 66,7 Millionen ChristInnen in 78 Laendern weltweit angehoeren.

Das LWB-Sekretariat befindet sich in Genf (Schweiz). Das ermoeglicht eine enge Zusammenarbeit mit dem Oekumenischen Rat der Kirchen (OeRK) und anderen weltweiten christlichen Organisationen. Der LWB handelt als Organ seiner Mitgliedskirchen in Bereichen gemeinsamen Interesses, z. B. oekumenische und interreligioese Beziehungen, Theologie, humanitaere Hilfe, Menschenrechte, Kommunikation und verschiedene Aspekte von Missions- und Entwicklungsarbeit.

Die LUTHERISCHE WELT-INFORMATION (LWI) wird als Informationsdienst des Lutherischen Weltbundes (LWB) herausgegeben. Veroeffentlichtes Material gibt, falls dies nicht besonders vermerkt ist, nicht die Haltung oder Meinung des LWB oder seiner Arbeitseinheiten wieder. Die mit âLWI â gekennzeichneten Beitraege koennen kostenlos mit Quellenangabe abgedruckt werden.


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