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(LWI 09-01-2007) ParlamentarierInnen wollen Zusammenarbeit fuer Frieden in Afrika intensivieren


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Date Sat, 08 Sep 2007 01:03:01 +0200

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LUTHERISCHE WELT-INFORMATION Postfach 2100, CH-1211 Genf 2, Schweiz Deutsche Redaktion: Dirk-Michael Groetzsch Tel.: +41-22-791-6352 Fax: +41-22-791-6630 E-Mail: dmg@lutheranworld.org

ParlamentarierInnen wollen Zusammenarbeit fuer Frieden und Sicherheit in Afrika intensivieren Suedafrikanische Abgeordnete Luthuli fordert Geschlechtergerechtigkeit

Tripolis (Libyen)/Genf, 7. September 2007 (LWI) â Afrikanische ParlamentarierInnen haben ihre Anerkennung fuer die Interreligioese Initiative fuer Frieden in Afrika (IFAPA) zum Ausdruck gebracht. Sie betonten die wichtige Rolle, die dieser panafrikanischen interreligioesen Gruppe, in der die verschiedenen Glaubenstraditionen des Kontinents vertreten sind, bei âder Ausbreitung einer Botschaft der Hoffnung, der Heilung, des Glaubens und des Friedensâ zukomme.

Die religioese Gemeinschaft sei in einer sehr guten Position, um Parlamenta rierInnen in ihrem Engagement fuer Frieden, Sicherheit und moralische Erneuerung zu unterstuetzen, erklaerte die suedafrikanische Abgeordnete Albertina Luthuli den Mitgliedern der IFAPA-Kommission, die vom 27. bis 30. August in Tripolis (Libyen) tagte. Sie erinnerte an den gemeinsamen Beitrag, den Religionsgemeinschaften und ParlamentarierInnen in einigen der von Konflikten heimgesuchten Regionen im Gebiet der Grossen Seen geleistet haetten.

Luthuli wies ebenfalls darauf hin, dass die IFAPA die zentrale Aufgabe habe, an der Herstellung von Partnerschaften mitzuwirken, in denen Maenner und Frauen gleichberechtigt zusammenarbeiten koennten. Weiterhin koenne sie dabei helfen, Spaltungen, die durch unterschiedliche Sprachen und Religionen hervorgerufen und Afrika im Prozess der Kolonialherrschaft und Sklaverei aufgezwungen worden seien, zu ueberwinden.

In der IFAPA arbeiten VertreterInnen der Traditionellen afrikanischen Religion, des Bahaismus, Buddhismus, Christentums, Hinduismus, Islams und Judentums zusammen, um den Frieden auf dem Kontinent zu staerken. Das Netzwerk wurde 2002 unter der Leitung des Generalsekretaers des Lutherische n Weltbundes (LWB), Pfr. Dr. Ishmael Noko, gegruendet. Die IFAPA-Kommission , die ihre zweite Tagung in der libyschen Hauptstadt abhielt, unterstuetzt die Arbeit des Netzwerks auf afrikanischer wie auch auf internationaler Ebene.

Waehrend einer Podiumsdiskussion zur âRolle des Parlaments in Afrika heuteâ bekraeftigten Abgeordnete verschiedener afrikanischer Laender uebereinstimmend die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit mit der IFAPA, einschliesslich der Moeglichkeit, der IFAPA Beobachterstatus im Panafrikanischen Parlament der Afrikanischen Union (AU) zuzuerkennen. âWir alle arbeiten fuer Frieden und Sicherheit in ganz Afrika†œ, betonte Elhadj Diao KantÃ, guineisches Mitglied des AU-Parlaments , das seinen Sitz im suedafrikanischen Midrand hat.

Die Abgeordneten waren zu der Tagung in Tripolis eingeladen worden, auf der die Kommission den fuer 2008 im Sudan geplanten Dritten IFAPA-Gipfel vorbereitete. Dabei wurde der Schwerpunkt auf die politischen Perspektiven fuer Stabilitaet in den verschiedenen Laendern und Regionen gelegt. IFAPA-Initiator Noko sprach vom Beginn einer neuen Beziehung.

Dr. Josepf Prabhu, Mitglied im Vorstand des Rates fuer ein Parlament der Weltreligionen (CPWR), der den interreligioesen Dialog weltweit foerdert, hob die gemeinsamen Ziele der IFAPA und des CPWR (mit Sitz in Chicago, USA) hervor und sprach sich fuer eine staerkere Zusammenarbeit aus. Prabhu nahm an der IFAPA-Tagung als Beobachter teil und ging auf die Diskussionen ueber internationale und lokale Gerechtigkeitskonzepte, Katastrophen und Katastrophenhilfe, wirtschaftliche Gerechtigkeit und Menschenrechte ein, die er als einige der gemeinsamen Anliegen von IFAPA und CPWR bezeichnete. Er betonte, dass der CPWR sich auch fuer ausgegrenzte Religionen, wie den in vielen islamischen Laendern diskriminierten Bahaismus, einsetze.

Ferner wies er darauf hin, dass der erste Friedenspreis des CPWR an einen der in der IFA mitwirkenden leitenden Religionsvertreter verliehen worden sei, den ugandischen anglikanischen Bischof Baker M. Ocholla II. von der Acholi Religious Leadersâ Peace Initiative (ARLPI), die sich aktiv fuer eine friedliche Loesung des Konflikts in Norduganda einsetzt. (519 Woerter)

(Ein Beitrag des deutschen Journalisten Rainer Lang aus Stuttgart, der an der Tagung der IFAPA-Kommission in Tripolis teilgenommen hat.)

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Der Lutherische Weltbund (LWB) ist eine Gemeinschaft lutherischer Kirchen weltweit. 1947 in Lund (Schweden) gegruendet, zaehlt er inzwischen 140 Mitgliedskirchen, denen rund 66,7 Millionen ChristInnen in 78 Laendern weltweit angehoeren.

Das LWB-Sekretariat befindet sich in Genf (Schweiz). Das ermoeglicht eine enge Zusammenarbeit mit dem Oekumenischen Rat der Kirchen (OeRK) und anderen weltweiten christlichen Organisationen. Der LWB handelt als Organ seiner Mitgliedskirchen in Bereichen gemeinsamen Interesses, z. B. oekumenische und interreligioese Beziehungen, Theologie, humanitaere Hilfe, Menschenrechte, Kommunikation und verschiedene Aspekte von Missions- und Entwicklungsarbeit.

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