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LWB-Ratstagung 2008 - PRESSEMITTEILUNG NR: 02


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Date Wed, 25 Jun 2008 22:13:53 -0700

LUTHERISCHE WELT-INFORMATION
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LWB-Ratstagung in Arusha (Tansania) ­ 25. bis 30. Juni 2008
PRESSEMITTEILUNG NR: 02

Lutherischer Weltbund erzielt Ueberschuesse in Haushaltsjahren
2006 und 2007

Globale Entwicklungen haben Konsequenzen fuer Finanzen und Arbeit
des LWB

Arusha (Tansania)/Genf, 25. Juni 2008 (LWI) ­ Aufgrund von
Wechselkursgewinnen konnte der Lutherische Weltbund (LWB) seinen
Koordinierungshaushalt fuer die Jahre 2006 und 2007 mit
Ueberschuessen abschliessen. LWB-Schatzmeister Peter Stoll
praesentierte in seinem Bericht an den LWB-Rat am Mittwoch, 25.
Juni, im nordtansanischen Arusha einen Ueberschuss von 1,2
Millionen US-Dollar (USD) fuer das Jahr 2006 sowie von 2,2
Millionen USD fuer 2007.

Neben 2006 sei auch 2007 â??ein positives Jahrâ??, so Stoll.  Alle
LWB-Abteilungen haetten Ueberschuesse verzeichnen koennen: das
Generalsekretariat 432.193 USD, die Abteilung fuer Theologie und
Studien (ATS) 294.504 USD, die Abteilung fuer Mission und
Entwicklung (AME) 614.607 USD sowie die Abteilung fuer Weltdienst
(AWD) 840.387 USD. Da die Jahresrechnung 2006 zum Zeitpunkt der
letzten Ratstagung im Maerz 2007 im schwedischen Lund noch nicht
geprueft worden war, legte Stoll dem Rat die Jahresabschluesse
fuer 2006 als auch 2007 zur Genehmigung vor.

Neben dem Genfer Koordinierungshaushalt seien auch die Programm-
und Projekthaushalte des LWB in den Jahren 2006 und 2007 zumeist
ausgeglichen gewesen. In einigen Bereichen haetten sich
Abschreibungen als notwendig erwiesen; 2006 in Hoehe von 282.943
USD und 2007 in Hoehe von 319.887 USD, berichtete Stoll.

Die Ratstagung mit rund 140 Teilnehmenden findet auf Einladung
der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELKT) vom 25.
bis 30. Juni in Arusha in Nordtansania statt. Sie steht unter dem
Thema â??Schmelzende Schneekappe auf dem Kilimandscharo: Zeugnis
inmitten der leidenden Schoepfungâ??.

Folgen fuer weltweite LWB-Gemeinschaft

Als weltweite Gemeinschaft sei der LWB auch von globalen
Entwicklungen betroffen, so Schatzmeister Stoll. Dies gelte
sowohl fuer deren Auswirkungen auf die Finanzlage des LWB als
auch fuer Risiken in der praktischen Arbeit. Diese Einfluesse
seien selten so stark gewesen, betonte Stoll. Insbesondere gelte
dies fuer die sich stark veraendernden Wechselkurse, was grossen
Einfluss auf die Finanzentwicklung des LWB sowie die
Haushaltsplanungen habe.

Die globale Entwicklung der Wirtschaft habe aber auch
entscheidenden Einfluss auf die Faehigkeit von Mitgliedskirchen,
ihre Mitgliedsbeitraege zu zahlen und zur weltweiten Arbeit des
LWB wie auch des LWB-Stiftungsfonds beizutragen, so Stoll.

Schmerzvoll sei darueber hinaus auch die Erfahrung, dass sich
seit der LWB-Vollversammlung im Juli 2003 im kanadischen Winnipeg
die Huerden zwischen dem globalen Sueden und Europa gerade auch
im Blick auf die Erteilung von Visa weiter vergroessert haetten.
Dies habe auch direkte Folgen fuer Interviews im Zusammenhang mit
Stabsstellen im Genfer LWB-Sekretariat.

LWB-Gesamteinnahmen auf ueber 100 Millionen USD gestiegen

Laut dem Bericht des LWB-Schatzmeisters beliefen sich die
Gesamteinnahmen des LWB im Jahr 2007 auf 100,2 Millionen USD im
Vergleich zu 91,4 Millionen USD im Vorjahr.

Die LWB-Gesamtausgaben summierten sich im Jahr 2007 auf 96,8
Millionen USD im Vergleich zu 88,1 Millionen USD im Jahr 2006.
Circa 80 Prozent der Mittel seien zweckgebunden fuer die Arbeit
der AWD bereitgestellt worden, so der LWB-Schatzmeister.

Mit Blick auf die Reserven des LWB berichtete Stoll, dass die
Ruecklagen, ueber die der LWB frei verfuegen koenne, bis Ende
2007 auf 20,8 Millionen USD angestiegen seien. Obwohl die
Zielmarke fuer die Reserven 15 Millionen USD betrage, sei â??die
Lage nicht ganz so gut, wie es auf den ersten Blick aussiehtâ??.
Das seit langem bestehende Renovierungsdefizit des vom LWB
verwalteten Auguste Viin Ost-Jerusalem belaufe sich nach wie vor auf 5,6 Millionen USD.
Ferner gebe es noch anhaengige Steuerstreitigkeiten in
AWD-Laenderprogrammen.

Mitgliedsbeitraege

Stoll erinnerte in seinem Bericht daran, dass die
KirchenleiterInnen auf der letzten Ratstagung im Maerz 2007 im
schwedischen Lund ihre Verpflichtung zur Zahlung der fairen
Mitgliedsbeitraege bekraeftigt haetten. Die Beitragseinnahmen
seien in diesem Jahrzehnt kontinuierlich gestiegen. 2007 haetten
sich die Mitgliedsbeitraege auf 3,2 Millionen USD belaufen, wobei
diese Steigerung teilweise auf die Aufwertung des Euro
zurueckzufuehren sei.

Rund 70 Prozent der Mitgliedskirchen zahlten laut Stoll
Mitgliedsbeitraege. Allerdings gebe es immer noch zu viele
Mitgliedskirchen, die nicht einmal einen Teil ihres
Mitgliedsbeitrags zahlten, kritisierte der LWB-Schatzmeister.
Einige Mitgliedskirchen haetten aber ihre Zahlungen auf das
Niveau des fuer sie als fair erachteten Beitrags angehoben. Es
bleibe jedoch noch viel zu tun, um bis 2010 die Zielmarke von 90
Prozent zu erreichen.

Devisenmanagement ist entscheidend

Stoll betonte in seinem Bericht an den Rat, dass es von zentraler
Bedeutung sei, â??die verschiedenen Devisenstroeme und Aktiva so zu
verwalten, dass Kursverluste minimiert und Zinsgewinne zugleich
maximiert wuerden.â?? Dies beruhe darauf, dass die LWB-Einnahmen
vorrangig auf Euro (EUR), USD, Schwedischen Kronen, Daenischen
Kronen, Norwegischen Kronen und Schweizer Franken (CHF) beruhten.
Die Ausgaben erfolgten hauptsaechlich in USD, EUR sowie CHF.

Der LWB-Schatzmeister verwies in diesem Zusammenhang auf den
kumulierten Ueberschuss resultierend aus Kursgewinnen/-verlusten
in Hoehe von fuenf Millionen USD fuer die Jahre 2001 bis 2007.
Dieser habe de facto einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet,
â??dass der Haushalt stabilisiert und die bedauerlichen
Programm-/Projektabschreibungen gedeckt werden konnten. Es ist
uns sogar gelungen, die Reserven zu erhoehen.â?? Sobald der USD
jedoch steigen werden, sei der LWB jedoch unweigerlich mit
Kursverluste konfrontiert. Es muesse dann versucht werden, die
negativen Auswirkungen des staerkeren Dollars zu minimieren.

A-Haushalt besser als Prognose

Der A-Haushalt befinde sich gegenwaertig in einer besseren Lage,
als dies vor drei Jahren prognostiziert worden sei, so Stoll.
Dies sei insbesondere darauf zurueckzufuehren, dass die
Unterstuetzung durch die deutschen Kirchen nicht so stark
zurueckgegangen sei, wie dies damals angenommen worden war. Die
finanzielle Lage der deutschen Kirchen habe sich in den letzten
zwei Jahren dank des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland
verbessert.

Fuer das Jahr 2009 prognostizierte Stoll vorlaeufig einen
ausgeglichenen A-Haushalt. Es werde jedoch viel davon abhaengen,
wie sich der CHF, der EUR sowie der USD entwickelten.

Elfte Vollversammlung 2010

Im Blick auf die Elfte LWB-Vollversammlung im Juli 2010 in
Stuttgart (Deutschland) berichtete Stoll, dass zum Jahresende
2007 Beitraege zur Vollversammlung in Hoehe von 1,2 Millionen USD
eingegangen seien. In der aktuellen Prognose werde von einem
Gesamteinnahmenhaushalt von 2,15 Millionen USD ausgegangen. Im
Jahr 2004 hatte der Rat einen Haushaltsrahmen fuer die Elfte
Vollversammlung von 2,3 Millionen USD gebilligt. Der
Ausgabenhaushalt muesse nun der Einnahmenprognose angepasst
werden, so Stoll, der zur im Jahr 2010 gastgebenden Evangelischen
Landeskirche in Wuerttemberg gehoert. Der LWB-Schatzmeister
machte auch in diesem Zusammenhang auf erhebliche
Waehrungsrisiken aufmerksam.

LWB-Jahresrechnung entspricht internationalen Standards

Die LWB-Jahresrechnung 2007 sei zum ersten Mal nach den
Internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) vorbereitet
worden, so Stoll in seinem Bericht. Nach einer dreijaehrigen
Anpassungszeit der Konten und Systeme, sei der LWB jetzt in der
Lage, allen Partnern eine Rechnungslegung nach international
anerkannten Standards vorzulegen. Stoll ist zuversichtlich, dass
dies die Glaubwuerdigkeit des Genfer LMit Blick auf das Thema der Ratstagung forderte der
LWB-Schatzmeister, darueber zu diskutieren, â??wie weit wir selbst
mit unserem Verhalten das Klima belastenâ??. Stoll regte an, fuer
alle Fluege von LWB-MitarbeiterInnen und ­VertreterInnen in
CO2-Ausgleichsprojekte zu investieren. Denkbar waere auch, diesen
Ausgleich mit einer Solaranlage auf dem Dach des Oekumenischen
Zentrums in Genf oder mit Projekten in AWD-Laenderprogrammen zu
erreichen. (1.121 Woerter)

*       *       *

An der Ratstagung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Arusha
(Tansania) nehmen knapp 80 VertreterInnen von
LWB-Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen teil. Darueber
hinaus sind rund 95 weitere Teilnehmende registriert, darunter
DolmetscherInnen, Gaeste, Mitarbeitende des LWB,
PressevertreterInnen und Stewards. Der 49-koepfige LWB-Rat fuehrt
zwischen den in der Regel alle sechs Jahre stattfindenden
Vollversammlungen die Geschaefte des Weltbundes. Er tagt alle 12
bis 18 Monate. Der aktuelle Rat wurde waehrend der Zehnten
LWB-Vollversammlung im Juli 2003 im kanadischen Winnipeg
gewaehlt. Der Rat besteht aus dem Praesidenten, dem Schatzmeister
sowie Geistlichen und Laien, die ihre Regionen repraesentieren.

Die gastgebende Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania (ELKT)
ist die zweitgroesste lutherische Kirche in Afrika. Zu den 20
Dioezesen der ELKT gehoeren rund 4,6 Millionen Mitglieder. Die
viertgroesste lutherische Kirche weltweit gehoert seit 1964 zum
LWB. Leitender Bischof der Kirche ist Alex G. Malasusa.

Waehrend der LWB-Ratstagung erreichen Sie das LWB-Buero fuer
Kommunikationsdienste ueber den Mobilfunk-Anschluss: +255/713-480
216.

*       *       *

Der Lutherische Weltbund (LWB) ist eine Gemeinschaft lutherischer
Kirchen weltweit. 1947 in Lund (Schweden) gegruendet, zaehlt er
inzwischen 140 Mitgliedskirchen, denen rund 68,3 Millionen
ChristInnen in 78 Laendern weltweit angehoeren.

Das LWB-Sekretariat befindet sich in Genf (Schweiz). Das
ermoeglicht eine enge Zusammenarbeit mit dem Oekumenischen Rat
der Kirchen (OeRK) und anderen weltweiten christlichen
Organisationen. Der LWB handelt als Organ seiner Mitgliedskirchen
in Bereichen gemeinsamen Interesses, z. B. oekumenische und
interreligioese Beziehungen, Theologie, humanitaere Hilfe,
Menschenrechte, Kommunikation und verschiedene Aspekte von
Missions- und Entwicklungsarbeit.

Die LUTHERISCHE WELT-INFORMATION (LWI) wird als
Informationsdienst des Lutherischen Weltbundes (LWB)
herausgegeben. Veroeffentlichtes Material gibt, falls dies nicht
besonders vermerkt ist, nicht die Haltung oder Meinung des LWB
oder seiner Arbeitseinheiten wieder. Die mit â??LWIâ??
gekennzeichneten Beitraege koennen kostenlos mit Quellenangabe
abgedruckt werden.

Dirk-Michael Groetzsch
German Editor
The Lutheran World Federation
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150, route de Ferney
P. O. Box 2100
CH-1211 Geneva 2

SWITZERLAND

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