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(LWI 06-08-2008) Leitende LWB-Vertreter betonen Bedeutung kirchlicher Einheit
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"Dirk-Michael Grötzsch" <dmg@lutheranworld.org>
Date
Sat, 28 Jun 2008 00:04:11 +0200
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Leitende LWB-Vertreter betonen Bedeutung kirchlicher Einheit
waehrend ihres Besuchs in Kenia
Begegnung von LWB-Praesident Hanson und LWB-Generalsekretaer Noko
mit Bischoefen und PfarrerInnen in Kenia
Nairobi (Kenia)/Genf, 27. Juni 2008 (LWI) – Waehrend ihres
Besuchs bei leitenden Vertretern und MitarbeiterInnen der zwei
Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Kenia haben
LWB-Praesident Bischof Mark S. Hanson und Generalsekretaer Pfr.
Dr. Ishmael Noko die Bedeutung von Einheit und Zusammenarbeit
zwischen allen LutheranerInnen im Land betont.
Hanson, Leitender Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in
Amerika (ELKA), und LWB-Generalsekretaer Noko trafen am 18. Juni
mit ihren beiden Gastgebern, Bischof Zachariah W. Kahuthu von der
Kenianischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (KELK) und Bischof
Walter E. Obare Omwanza von der Evangelisch-Lutherischen Kirche
in Kenia (ELKK) sowie PfarrerInnen beider Kirchen zusammen.
Dies sei ein wichtiger Moment, LutheranerInnen in der Welt zu
sein, betonte Hanson vor den Geistlichen. “Wir verfuegen ueber
Gaben, die wir in die universale Kirche einbringen koennen.
Lutherisch zu sein, bedeutet evangelisch, konfessionell,
oekumenisch und missionarisch zu sein”, erklaerte er.
Die Partnerschaft zwischen den LWB-Mitgliedskirchen ELKA und KELK
schliesse die Unterstuetzung verschiedener Dienste der
kenianischen Kirche, ein, einschliesslich
Alphabetisierungsprogramme, finanzielle Beihilfen zum Schulgeld,
christlich-muslimische Beziehungen, Kommunikation, christliche
Bildungsarbeit, Jugendarbeit und Heranbildung von
Fuehrungskraeften. Die ELKK und die Lutherische Kirche –
Missouri-Synode (LKMS) – die nicht Mitglied im LWB ist – sind
Partnerkirchen.
Hanson wies darauf hin, dass es zwischen ELKA und LKMS – genau
wie zwischen den beiden kenianischen lutherischen Kirchen –
theologische Unterschiede gebe. Er betonte aber: “Wir muessen
ehrliche Gespraeche ueber die zwischen uns bestehenden
Unterschiede fuehren, unsere Vielfalt jedoch bewahren.”
Der LWB-Praesident bezeichnete die beiden Kirchen in Kenia als
gutes Beispiel fuer die globalen Beziehungsnetzwerke, die ELKA
und LLMS aufbauten. “Unsere globalen Beziehungen sind es, die uns
verwandeln”, so Hanson.
Noko unterstrich, der LWB sei darauf angewiesen, dass die
lutherischen Kirchen in Kenia mit einer Stimme spraechen.
“Einheit steht nicht zur Disposition. Sie ist eine Gabe, keine
Option.”
Waehrend des Treffens mit den Leitern der lutherischen Kirchen in
Kenia berichtete Hanson von einer kuerzlichen Begegnung mit dem
US-amerikanischen Senator Barack Obama (Illinois/USA), dem
Praesidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei. Er habe
Obama deutlich gemacht, dass “die Lutheraner und Lutheranerinnen
da sind, wo sie gebraucht werden”, und zwar weltweit wie auch im
eigenen Land, und dass sie eine Vielzahl essenzieller Dienste
leisteten. Der LWB-Praesident gab in dem Gespraech seiner
Hoffnung Ausdruck, dass die US-amerikanische Regierung ein
starker Partner der Kirchen sein werde. Obama hat familiaere
Wurzeln in Kenia.
Hanson wuerdigte auch Praesident George W. Bush, der die
Verpflichtung eingegangen sei, globale HIV und
AIDS-Hilfsprogramme finanziell zu unterstuetzen sowie zur
Erfuellung der diesbezueglichen Millenniumsentwicklungsziele der
Vereinten Nationen beizutragen, die unter anderem die Reduzierung
der Armut um 50 Prozent bis zum Jahr 2015 vorsehen.
Die christlichen Kirchen in der suedlichen Hemisphaere seien in
den letzten Jahren signifikant gewachsen, teilte Noko den
kenianischen Kirchenleitern mit. Angesichts dieser Verlagerung
des kirchlichen Wachstums vom Norden in den Sueden stuenden die
Kirchen des Suedens vor der zentralen Frage, so der
LWB-Generalsekretaer, wie sie TheologInnen und oekumenisches
Personal auszubilden planten.
In einer Diskussion mit den PfarrerInnen wurde die kritische
Frage gestellt, wie die Kirchen in den Kapazitaetsaufbau im
Rahmen der Arbeit internationaler kirchlicher Hilfswerke und
Entwicklungshilfeorganisationen einbezogen werden koennten.
Beide leitenden LWB-Vertreter erklaerten, dies sei eine “sehr
zentrale Frage” fuer den LWB und die ELKA. Kein kirchliches
Hilfswerk koenne ohne die Kirchen Kapazitaetsaufbau betreiben und
Entwicklungsarbeit leisten, betonte Hanson. Er sei froh und
ueberzeugt, dass Lutheran World Relief (LWR) – die internationale
Not- und Entwicklungshilfeorganisation von ELKA und LKMS – sich
der Verbesserung der Arbeitsbeziehungen mit den Kirchen
verpflichtet fuehle. Er werde ueber dieses Anliegen mit den
leitenden VertreterInnen von LWR diskutieren.
“Man kann nicht Kapazitaetsaufbau in der Gesellschaft betreiben
und die Kirchen ausschliessen”, so Noko.
“Das ist die Herausforderung, vor der wir stehen, und wir muessen
sie sehr sorgfaeltig angehen”, betonte Bischof Kahuthu.
In der kenianischen Hauptstadt Nairobi besuchten Hanson und Noko
die Kirchenbueros der ELKK und der KELK, einschliesslich der noch
im Bau befindlichen neuen Bueros der ELKK im Stadtzentrum, die
lutherische Kirche “Springs of Hope” in Kibera, einem Vorort von
Nairobi, die im Zuge der Unruhen nach den umstrittenen
Praesidentschaftswahlen im letzten Dezember niedergebrannt worden
war, sowie die internationale lutherische Gemeinde von Nairobi.
Der Besuch in Kenia war Teil des Besuchsprogramms leitender
LWB-VertreterInnen, das im Vorfeld der LWB-Ratstagung in Arusha
(Tansania) auch Besuche bei Kirchenleitern und
Gemeindemitgliedern der Evangelisch-Lutherischen Kirche Tansanias
(ELKT) einschloss. Die Ratstagung findet auf Einladung der ELKT
vom 25. bis 30. Juni im nordtansanischen Arusha statt.
Die ELKK hat ca. 85.000 Mitglieder und trat dem LWB 1970 bei,
waehrend die 44.000 Mitglieder zaehlende KELK seit 1992
LWB-Mitglied ist. (750 Woerter)
>(Ein Beitrag von John Brooks, ELKA-News.)
Weitere Informationen ueber den LWB-Rat finden Sie unter:
www.lutheranworld.org/Welcome.DE.html
>* * *
Der Lutherische Weltbund (LWB) ist eine Gemeinschaft lutherischer
Kirchen weltweit. 1947 in Lund (Schweden) gegruendet, zaehlt er
inzwischen 140 Mitgliedskirchen, denen rund 68,3 Millionen
ChristInnen in 78 Laendern weltweit angehoeren.
Das LWB-Sekretariat befindet sich in Genf (Schweiz). Das
ermoeglicht eine enge Zusammenarbeit mit dem Oekumenischen Rat
der Kirchen (OeRK) und anderen weltweiten christlichen
Organisationen. Der LWB handelt als Organ seiner Mitgliedskirchen
in Bereichen gemeinsamen Interesses, z. B. oekumenische und
interreligioese Beziehungen, Theologie, humanitaere Hilfe,
Menschenrechte, Kommunikation und verschiedene Aspekte von
Missions- und Entwicklungsarbeit.
Die LUTHERISCHE WELT-INFORMATION (LWI) wird als
Informationsdienst des Lutherischen Weltbundes (LWB)
herausgegeben. Veroeffentlichtes Material gibt, falls dies nicht
besonders vermerkt ist, nicht die Haltung oder Meinung des LWB
oder seiner Arbeitseinheiten wieder. Die mit “LWI”
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