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(LWI 10-05-2008) Teilnehmende an LWB-Konsultation sprechen sich fuer Neudefinierung von Diakonie aus
From
"Dirk-Michael Grötzsch" <dmg@lutheranworld.org>
Date
Sun, 26 Oct 2008 20:17:16 +0100
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Teilnehmende an LWB-Konsultation sprechen sich fuer
Neudefinierung von Diakonie aus
Dienst am ganzen Menschen ist spezifisch fuer kirchliche Arbeit
Addis Abeba (Aethiopien)/Genf, 26. Oktober 2008 (LWI) – Die
Teilnehmenden an der globalen Konsultation ueber Diakonie des
Lutherischen Weltbundes (LWB) vom 13. bis 17. Oktober in der
aethiopischen Hauptstadt Addis Abeba haben sich dafuer
ausgesprochen, das Konzept Diakonie entsprechend den
Anforderungen der modernen Welt neu zu definieren. Weiterhin
bestand Einigkeit darueber, dass nach Moeglichkeiten gesucht
werden muesse, wie das Dilemma der Aufspaltung kirchlicher Arbeit
in die Bereiche Diakonie, Entwicklung und Evangelisierung zu
loesen sei.
Die Tagung wurde von der LWB-Abteilung fuer Mission und
Entwicklung (AME) organisiert, Gastgeberin war die Aethiopische
Evangelische Kirche Mekane Yesus.
In seiner Begruessungsansprache erklaerte AEKMY-Praesident Pfr.
Iteffa Gobena, die Evangelisten, die um 1900 das Evangelium in
Aethiopien verkuendeten, haetten die Notwendigkeit gesehen, „als
praktische Verwirklichung des Dienstes christlicher Liebe den
Kranken zu helfen und Kindern Bildung zuteil werden zu lassen“.
Gobena bezeichnete dieses Handeln als „Evangelium in Aktion“ und
erklaerte vor den etwa 60 Teilnehmenden der LWB-Konsultation:
„Die Kenntnis des Evangeliums und die Erfahrung der Liebe
Gottes ist die Kraft, die die Evangelistinnen und Evangelisten
dazu motivierte, die Herausforderung ihrer Zeit anzunehmen. So
gaben sie durch ihr Handeln Gottes Liebe weiter.“
Der Vertreter der AeEKMY betonte, Jesu Auftrag umfasse den Dienst
am ganzen Menschen, an Leib und Seele. Anstatt diese Aufgabe zu
unterteilen, „sollten wir den Herausforderungen mit der Botschaft
des Evangeliums begegnen, naemlich, Menschen vom Boesen, [egal
ob] spiritueller oder physischer Art, zu befreien“, so Gobena.
AME-Direktor Pfr. Dr. Kjell Nordstokke erklaerte, Ziel der
Konsultation sei unter anderem, den Teilnehmenden Gelegenheit zu
geben, sich auf ein gemeinsames Verstaendnis des Begriffs
Diakonie zu verstaendigen, sich mit dessen theologischer
Grundlegung auseinanderzusetzen und sein Potenzial zur
konzeptuellen Definition des spezifischen Wesens kirchlichen
Handelns und kirchlicher Entwicklungsarbeit zu untersuchen.
Laut Nordstokke wurde Addis Abeba als Veranstaltungsort dieser
wichtigen Tagung gewaehlt, da die AeEKMY im naechsten Jahr ihr
50. Jubilaeum feiert. Zum Zeitpunkt ihrer staatlichen
Registrierung 1959 habe die Kirche nur 20.000 Mitglieder
gezaehlt. Inzwischen sei sie mit fast fuenf Millionen die
zweitgroesste Mitgliedskirche des LWB.
Der Tagungsort biete den Teilnehmenden zudem die Moeglichkeit,
von den Erfahrungen der AeEKMY zu lernen und sich inspirieren zu
lassen, ergaenzte Nordstokke. Beispielsweise habe die Kirche
erfolgreich eine beeindruckende Kommission fuer Entwicklung und
soziale Dienste eingerichtet, die fuer die Umsetzung vielfaeltige
Diakonieprojekte verantwortlich sei, so der AME-Direktor. (391
Woerter)
(Ein Beitrag von Elizabeth Lobulu, Kommunikationskoordinatorin
der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania und Redakteurin
der LWI-Ausgabe fuer die Region Afrika.)
>* * *
Der Lutherische Weltbund (LWB) ist eine Gemeinschaft lutherischer
Kirchen weltweit. 1947 in Lund (Schweden) gegruendet, zaehlt er
inzwischen 141 Mitgliedskirchen, denen rund 68,3 Millionen
ChristInnen in 79 Laendern weltweit angehoeren.
Das LWB-Sekretariat befindet sich in Genf (Schweiz). Das
ermoeglicht eine enge Zusammenarbeit mit dem Oekumenischen Rat
der Kirchen (OeRK) und anderen weltweiten christlichen
Organisationen. Der LWB handelt als Organ seiner Mitgliedskirchen
in Bereichen gemeinsamen Interesses, z. B. oekumenische und
interreligioese Beziehungen, Theologie, humanitaere Hilfe,
Menschenrechte, Kommunikation und verschiedene Aspekte von
Missions- und Entwicklungsarbeit.
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