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OeRK Weihnachtsbotschaft


From Sheila MESA <[email protected]>
Date 10 Nov 1997 02:47:41

�kumenischer Rat der Kirchen
Pressemitteilung
Zur Ver�ffentlichung frei

Weihnachtsbotschaft 1997
Dr. Konrad Raiser
Generalsekret�r des �kumenischen Rates der Kirchen

Wieder einmal h�ren wir zu Weihnachten die Botschaft der Engel, die
singen: "Ehre sei Gott in der H�he und Friede auf Erden bei den
Menschen seines Wohlgefallens" (Lukas 2,14). Dies war und ist die
Ank�ndigung, dass eine neue �ra, die Herrschaft des Friedef�rsten,
begonnen hat. 

Wir h�ren die Botschaft. Sie antwortet auf unsere tiefsten Sehns�chte,
aber wir warten noch immer auf ihre Erf�llung. Wer kann sie z�hlen, die
Menschen, die w�hrend dieses Jahres in Kriegen und milit�rischen
Auseinandersetzungen get�tet wurden? Diejenigen, die als wehrlose
Opfer des Terrorismus umgebracht wurden? Mehr als je scheint die Welt
gefangen zu sein in dem endlosen Kreislauf von K�mpfen und T�ten,
Sieg und Rache, von gnadenloser Machtkonkurrenz und einer Kultur der
Gewalt, in der nur der Sieger z�hlt.

Und dennoch - die Herrschaft des Friedef�rsten hat begonnen. Sie
macht keine Schlagzeilen. Sie entgeht der Linse der Fernsehkameras. Sie
f�gt sich nicht dem Gesetz, dass dem Sieger alles zuf�llt und er die
Friedensbedingungen diktieren kann. Die neue �ra des Friedens, die mit
der Geburt Jesu begann, geht auch heute weiter unter den
unscheinbaren Menschen, denen, die vergessen, ausgegrenzt und
verloren sind. Sie sind es, die Gott liebt und denen Gottes Wohlgefallen
gilt. Deshalb sang Maria, die Mutter Jesu: "Gott erhebt die Niedrigen, und
die Hungrigen f�llt er mit G�tern" (Lukas 1,52f.). 

Ist dies wirklich so, oder ist es Wunschdenken? Vielleicht brauchen wir
neue Augen, um zu erkennen, in welcher Weise Gottes
Friedensherrschaft in unserer Zeit wirksam ist. Und es gibt Beispiele, die
wie Gleichnisse auf diese andere Wirklichkeit hinweisen. 

Im August dieses Jahres hat der �kumenische Rat eine Kampagne
"Frieden f�r die Stadt" in Gang gesetzt als ersten Kristallisationspunkt f�r
sein Programm zur �berwindung von Gewalt. Die Kampagne soll die
Bem�hungen von oft unbekannten Gruppen von Frauen und M�nnern
sichtbar machen, die es wagen, inmitten einer Kultur der Gewalt
Friedensstifter zu sein. Sie leben unter uns in unseren friedlosen St�dten
- wie Belfast und Boston, Rio und Colombo, Suva (Fidschi), Durban und
Kingston. Sie leben und arbeiten unter Strassenkindern und st�dtischen
Banden. Sie versuchen, zwischen ethnischen Gruppen zu vermitteln und
Minorit�ten zu sch�tzen. Sie �berwachen Polizeiaktionen und helfen
dabei, heruntergekommene Quartiere bewohnbar zu machen. 

Durch ihr Leben und ihre Initiativen tragen sie dazu bei, dass eine Kultur
des Friedens entstehen kann. Diese Menschen des Friedens stehen als
Zeichen daf�r, dass die Herrschaft des Friedef�rsten begonnen hat. Sie
ist Wirklichkeit. In den Bem�hungen dieser heutigen Friedensstifter klingt
die Weihnachtsbotschaft der Engel nach: "Ehre sei Gott in der H�he und
Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens."

Hinweis f�r Redakteure:

N�here Informationen �ber das �RK-Programm zur �berwindung von
Gewalt und die Kampagne "Friede f�r die Stadt" finden Sie auf der
Web-Seite des �RK: http://www.wcc-coe.org/pov. Sie k�nnen das Logo
des Programms, das Sie auf dieser Web-Seite finden, auf Ihren
Bildschirm kopieren. Auf Anfrage schicken wir Ihnen auch gerne ein
Logo per Luftpost zu.

Weitere Informationen erhalten Sie von Salpy Eskidjian, die das Programm
zur �berwindung von Gewalt und die Kampagne "Friede f�r die Stadt"
koordiniert: E-Mail [email protected]; Tel. +41-22-791 62 05/62 19; Fax
+41-22-791 03 61.

Fotos zu der diesj�hrigen Weihnachtsbotschaft erhalten Sie bei Photo
Oikoumene: 
http://www.wcc-coe.org/photo; Tel. +41-22-791 60 81/60 79; Fax
+41-22-791 13 46.

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Der �kumenische Rat der Kirchen ist eine Gemeinschaft von inzwischen
330 Kirchen in �ber 100 L�ndern auf allen Kontinenten und aus praktisch
allen christlichen Traditionen. Die r�misch-katholische Kirche ist keine
Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem �RK zusammen. Oberstes
Leitungsorgan ist die Vollversammlung, die ungef�hr alle sieben Jahre
zusammentritt. Der �RK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell
gegr�ndet. An der Spitze der Mitarbeiterschaft steht Generalsekret�r
Konrad Raiser von der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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