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Pressemitteilung 2


From "Benoit Zimmerman" <[email protected]>
Date 04 Dec 1998 05:10:52

Achte Vollversammlung des �RK
Pressemitteilung Nr. 2
Zur Ver�ffentlichung frei
4. Dezember 1998

"CHRISTEN M�SSEN RISIKEN EINGEHEN" - 
BIBELARBEITEN ZUM VOLLVERSAMMLUNGS-THEMA

Mit drei Bibelarbeiten begann der zweite Tag der Achten Vollversammlung des �kumenischen Rates der Kirchen in Harare. Zum Thema des Christentreffens, "Kehrt um zu Gott - seid fr�hlich in Hoffnung", sprachen Erzbischof Anastasios von der Orthodoxen Kirche in Albanien, die lutherische Theologin Wanda Deifelt, Professorin f�r feministische Theologie in Sao Leopoldo (Brasilien) und der japanische Theologe Kosuke Koyama, bis zu seinem Ruhestand 1996 Professor f�r �kumenische Studien in New York.

Erzbischof Anastasios konzentrierte sich auf den "unbegreiflichen Eingriff Gottes in das Leben der Menschheit", die das Selbstverst�ndnis der Christen bestimmen m�sse. Diese "lebendige Erinnerung des christlichen Selbstverst�ndnisses" h�tten viele Christen leider verloren. Durch die Feier des Gottesdienstes, besonders aber des Abendmahls, k�nne diese Erinnerung  wiedergewonnen werden. Das Feiern der Liturgie d�rfe jedoch niemals zum Ritual verblassen, neben der Ungerechtigkeit, Unterdr�ckung und Ausbeutung weiterbestehen k�nnten. Erinnerung daran, wie Gott die Menschheit "geleitet, besch�tzt und geseget hat", bedeute eine Sinnes- und Lebens�nderung der Christen. 

Die Brasilianerin Wanda Deifelt stellte den Begriff der Umkehr in den Mittelpunkt ihrer Bibelarbeit. Die Menschen seien "Heilige und S�nder zugleich", die "stets am Scheideweg zwischen Wandel und Bejahung des Status quo" st�nden. Obwohl es durchaus ein Bewusstsein f�r die Notwendigkeit einer "wahren Umkehr" und eines Neubeginns gebe, unterw�rfen sich Christen allzu oft "den Regeln der Welt", sagte Deifelt. Sie zweifele daran, dass die im Gottesdienst ge�bte Busse von den Gl�ubigen wirklich begriffen werde. Weil sie nichts falsch gemacht h�tten, f�hlten sich Menschen oft "rein", aber s�ndigen k�nne man nicht nur durch Taten, sondern auch durch Unterlassen. Christen m�ssten "die prophetische Stimme in unserer heutigen Zeit" sein und bereit sein, Risiken einzugehen und "das Leben leidenschaftlich lieben".

Mit dem zweiten Teil des Vollversammlungsmottos - "Seid fr�hlich in Hoffnung" - befasste sich die letzte Bibelarbeit des Vormittags von Kosuke Koyama. So weltfremd, wie sich dies anh�re, sei das Bibelzitat nicht, denn je verzweifelter die Welt werde, "desto enger und entschlossener wird die lebenserhaltende Umarmung Gottes". Gottes Liebe gebe die Welt trotz Gewalt, Armut und der �kologischen Krise nicht auf. Christliche Hoffnung wurzele in der leidenschaftlichen Liebe Gottes, die aber sichtbar werden m�sse im Handeln der Christen f�r die Armen und Ausgeschlossenen.   *

�kumenischer Rat der Kirchen
Presse- und Informationsb�ro, Harare
Tel.:  +263.91.23.23.81
E-Mail:  [email protected]
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