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Pressemitteilung


From "Benoit Zimmerman" <[email protected]>
Date 04 Dec 1998 08:45:54

Achte Vollversammlung des �RK
Pressemitteilung Nr. 3
Zur Ver�ffentlichung frei
4. Dezember 1998

ORTHODOXE �BER GEMEINSAMES VORGEHEN BEI 
�RK-VOLLVERSAMMLUNG NICHT EINIG

Die orthodoxe Kirchenvertreter werden sich in unterschiedlicher Weise an der Vollversammlung des �kumenischen Rat der Kirchen in Harare beteiligen. Bei einem Treffen orthodoxer Delegierten zum Auftakt der Tagung am 3. Dezember konnte nach Angaben von Teilnehmern keine Einigung �ber ein gemeinsames Vorgehen erreicht werden. Es habe auffallend viele Aussagen zu M�ssigung im gegenw�rtigen Streit mit dem Weltkirchenrat gegeben, hiess es. Der �RK sei auch ihr Haus, das sie nicht verlassen k�nnten.

Die weltweite christliche Orthodoxie besteht aus zwei Familien von selbstst�ndigen Kirchen: die �stlich-orthodoxe und die oriental-orthodoxe, die sich im f�nften Jahrhundert wegen Meinungsverschiedenheiten trennten.

Bei der Vollversammlung werden die Delegierten der russisch-orthodoxen Kirche und der orthodoxen Kirche in Griechenland bei Gottesdiensten nicht anwesend sein und auch nicht an Abstimmungen teilnehmen. Obwohl die oriental-orthodoxe Kirchen die Kritik der �stlich-orthodoxen Kirchen an der angeblich zu liberalen westlich-protestantischen Linie des �RK teilen, werden ihre Vertreter an den Beratungen und Aussprachen voraussichtlich voll beteiligen. Wie sich die anderen �stlich-orthodoxen Kirchen verhalten werden, ist noch unklar.

Keine orthodoxe Delegierte aus Bulgarien, Georgien

Die orthodoxen Kirchen Bulgariens und Georgiens, die ihren Austritt aus dem �RK angek�ndigt hatten, entsandten keine Vertreter nach Harare.

Die Entscheidung der russischen und griechischen Vertreter nicht an den Gottesdiensten teilzunehmen habe keine theologische Begr�ndung, sondern beruhe auf negativen Erfahrungen mit Medien, hiess es aus orthodoxen Kreisen. Aus Sicht einiger ihrer Delegierten beruhen die gegenw�rtigen Spannungen vor allem auf unterschiedlichen Glaubensauffassungen liberaler und konservativer Christinnen und Christen.

Den Orthodoxen stehen 25 Prozent der Delegiertensitze in der Vollversammlung zu. Sie werden von dieser Quotenregelung in Harare erstmals nicht voll Gebrauch machen. Von den 23 orthodoxen Mitgliedskirchen sind vier mit ihren Kirchenf�hrern vertreten: die orthodoxen Kirchen Albaniens, �thiopiens, Syriens und das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Alexandrien (�gypten). Die russisch-orthodoxe Kirche, mit sch�tzungsweise 100 Millionen Gl�ubigen, der 25 Delegiertensitze zustehen, entsandte nur f�nf Vertreter.

Keine gemeinsame Abendmahlsfeier

Bei der Jubil�umsvollversammlung zum 50j�hrigen Bestehen des Weltkirchenrats sollte wegen theologischer Differenzen unter den Mitgliedskirchen urspr�nglich ganz auf einen gemeinsamen Gottesdienst mit Eucharistiefeier f�r die Teilnehmenden verzichtet werden. Als Kompromiss wurde sp�ter entschieden, dass die Kirchen in Simbabwe am 13. Dezember die Delegierten zu Eucharistiefeiern in Ortsgemeinden unterschiedlicher Konfession einladen. Eine dieser Feiern soll f�r all diejenigen offen sein, *die guten Gewissens dort teilnehmen k�nnen*.

Die liturgische Praxis bei der Tagung tr�gt der Tatsache Rechnung, dass die orthodoxen Kirchen wie die r�misch-katholische die Abendmahlsgemeinschaft mit protestantischen Kirchen ablehnt. Sie f�llt weit hinter den Grad an Gemeinsamkeit zur�ck, der in einem gemeinsamen Gottesdienst nach der sogenannten *Lima-Liturgie* bei der Vollversammlung 1983 in Vancouver (Kanada) zum Ausdruck kam. Eine Morgenliturgie am 7. Dezember wird der einzige orthodoxe Gottesdienst w�hrend der Vollversammlung in Harare sein.   *

�kumenischer Rat der Kirchen
Presse- und Informationsb�ro, Harare
Tel.:  +263.91.23.23.81
E-Mail:  [email protected]
http://www.wcc-coe.org


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