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Pressemitteilung 4


From "Benoit Zimmerman" <[email protected]>
Date 05 Dec 1998 02:07:42

Achte Vollversammlung des �RK
Pressemitteilung Nr. 4
Zur Ver�ffentlichung frei
4. Dezember 1998

�RK WIRD WEITERHIN GEBRAUCHT - ORTHODOXER PATRIARCH
F�R GEMEINSAMES OSTERFEST

Kirchen k�nnen es sich nicht l�nger leisten, in die eigene Konfession zu fl�chten und isoliert zu leben, sagte der Vorsitzende des �RK-Zentralausschusses, Katholikos Aram I, in seinem Bericht an die Vollversammlung des �kumenischen Rates der Kirchen am 4. Dezember in Harare. Stattdessen m�ssten Kirchen verschiedener Konfession zusammen handeln und verantwortlich zusammenwachsen. Dazu brauchen sie weiterhin den �RK, betonte der armenisch-orthodoxe Kirchenf�hrer.

Die institutionalisierte �kumene stecke zwar in einer Krise, jedoch sei dies als Krise eines Reifungsprozesses zu bewerten, so Aram. Eine bemerkenswerte Begeisterung f�r die *�kumene vor Ort* sei in verschiedenen Teilen der Welt zu beobachten. Jedoch seien Kirchenmitglieder, vor allem Jugendliche, desillusioniert von den etablierten Formen der �kumenischen Zusammenarbeit. Der Patriarch erkl�rte sich *fest �berzeugt, dass die Zukunft der �kumenischen Bewegung in den H�nden engagierter junger Menschen, die von einer Vision beseelt sind, und nicht in Strukturen und Programmen liegt*.

Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus habe sich die Kluft zwischen den orthodoxen Kirchen und der �kumenischen Bewegung vergr�ssert. Die gegenw�rtige Missstimmung in den Beziehungen zwischen dem �RK und den orthodoxen Kirchen sei vor allem darauf zur�ckzuf�hren, dass protestantische Theologie weiterhin Sprache, Denken und Arbeitsmethoden des Weltkirchenrates beherrschten. Orthodoxe Christinnen und Christen sehen den Rat weiterhin als eine westliche, protestantische und liberale Bewegung an, stellte der Kirchenf�hrer fest.

Appell an Orthodoxe: Dialog suchen

Aram rief die orthodoxen Kirchen auf, mit klarer Tagesordnung und offener Haltung den Dialog mit den �brigen �RK-Mitgliedskirchen zu suchen. Die protestantischen und anglikanischen Kirchen m�ssen den Orthodoxen ihrerseits gen�gend Raum und M�glichkeiten f�r eine umfassendere Beteiligung schaffen.

Christinnen und Christen seien missionarisch gesinnt, sagte der Patriarch. Dies d�rfe aber nicht dazu f�hren, andere Menschen beherrschen zu wollen, indem man ihnen eigene Werte und Kulturen aufzwingt. *Es ist an der Zeit, dass die orthodoxen Kirchen vom Monolog zum Dialog, von der Reaktion zur Aktion, von blossen Beitr�gen zur Beteiligung, vom Beobachterstatus zur vollen Partnerschaft im �RK �bergehen,* so Aram.

Im Dialog mit anderen Menschen zu sein, heisse nicht, die Verpflichtung zum eigenen Glauben aufzugeben  Stattdessen bedeute es, Zeugnis abzulegen, zuzuh�ren und zu versuchen, den Glauben und die Sichtweisen der anderen zu verstehen. *Dialog sch�tzt vor Synkretismus,* brachte es der Patriarch auf einen Nenner.

Applaus erntete der Vorschlag des orthodoxen Kirchenf�hrer, ab 2001 allj�hrlich das Osterfest gemeinsam zu feiern. In den orthodoxen und den nichtorthodoxen Kirchen werden die Osterdaten unterschiedlich nach dem gregorianischen und dem julianischen Kalender berechnet. Nach diesen Berechnungen werden die Osterdaten am 15. April 2001 zusammenfallen. F�r Aram eine Herausforderung, *falls wir es Ernst meinen mit der sichtbaren Einheit der Kirche*.   *

�kumenischer Rat der Kirchen
Presse- und Informationsb�ro, Harare
Tel.:  +263.91.23.23.81
E-Mail:  [email protected]
http://www.wcc-coe.org


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