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Sudan
From
"Sheila Margaret Mesa" <[email protected]>
Date
06 Dec 1998 06:29:30
Achte Vollversammlung des �RK
Pressemitteilung Nr. 10
Zur Ver�ffentlichung frei
6. Dezember 1998
FLUGVERBOTSZONE �BER SUDAN GEFORDERT
KATHOLISCHER BISCHOF APPELLIERT AN �RK
F�r einige Stunden verwandelte sich das Rufaro-Fussballstadion in Harare in eine Kirche. Anlass war ein Gottesdienst, der vom simbabwischen Kirchenrat vorbereitet wurde und zu dem die Teilnehmenden der �RK-Vollversammlung am 5. Dezember eingeladen waren. Wo sonst Spieler der Spitzenmannschaft Dynamos ihre Fussballkunst vorf�hren, tanzten und sangen einheimische Ch�re. In der Mitte des Sportfelds versammelten sich f�hrende Pers�nlichkeiten der Welt�kumene unter einer blauen Zeltplane, wie sie sonst in Afrika zur Notunterkunft von Fl�chtlingen gebraucht wird.
Entt�uschend allerdings war, dass dreiviertel der Trib�nen leer blieben, weil sich kaum Einheimische einfanden. Die Begeisterung auf dem Spielrasen liess sich nur schwer auf die entfernt sitzende internationale Gemeinde �bertragen
In einem ersch�tternden Appell beschrieb der sudanesische Bischof Paride Taban die Situation im seiner Heimat, wo seit �ber 40 Jahren ein von der Welt fast vergessener B�rgerkrieg herrscht. In seiner Predigt forderte der r�misch-katholische Oberhirte die internationale Staatengemeinschaft auf, �hnlich wie im Irak eine Flugverbotszone �ber dem s�dlichen Sudan einzurichten. Diese Zone sollte sich zwischen dem 4. und 13. Breitengrad erstrecken und die sudanesischen Luftstreitkr�fte daran hindern, den sinnlosen Krieg gegen die Bev�lkerung im S�dteil des Landes fortzuf�hren.
Der Kern des Konflikts, so Paride Taban, liege bei einer Gruppe von Muslimen, die den Islam als Ideologie der Macht und Unterdr�ckung missbrauchten. Es handele sich nicht um einen Konflikt zwischen Christen und Muslimen, da Gl�ubige beider Weltreligionen auf beiden Seiten des B�rgerkriegs st�nden.
Der sudanesische Bischof �bte scharfe Kritik an der Zur�ckhaltung der f�hrenden Nationen gegen�ber dem B�rgerkrieg. Eine politische L�sung des Konflikts sei dringend notwendig, da die Menschen dort endlich wieder ein normales Leben f�hren wollen. Sie m�chten ihre eigene Nahrung ernten und nicht l�nger von Nothilfe aus dem Ausland abh�ngig sein. Der katholische Oberhirte verglich die internationale Nothilfe f�r die Bev�lkerung des s�dlichen Sudan mit dem M�sten von K�hen, die kurz darauf geschlachtet w�rden. *
�kumenischer Rat der Kirchen
Presse- und Informationsb�ro, Harare
Tel.: +263.91.23.23.81
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