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Verschwindet �kumenische Dekade..
From
"Sheila Margaret Mesa" <[email protected]>
Date
07 Dec 1998 08:10:46
Achte Vollversammlung des �RK
Pressemitteilung Nr. 15
Zur Ver�ffentlichung frei
7. Dezember 1998
VERSCHWINDET �KUMENISCHE DEKADE ZWISCHEN
DEN AKTENDECKELN DER KIRCHEN ?
Frauen sind die S�ulen der Kirche. Diese Einsicht verbindet die Delegierten der Achten.Vollversammlung des �kumenischen Rates der Kirchen. Bei der Plenarsitzung zur �kumenischen Dekade "Kirchen in Solidarit�t mit den Frauen" am 7. Dezember riefen die Referenten mit leidenschaftlich vorgetragenen Beitr�gen die Stationen des Programmes in Erinnerung. Dabei wurde das mutige Bem�hen und das Engagement der Frauen gew�rdigt, die sich seit Beginn der Dekade beteiligt haben.
Besondere Erw�hnung fand der Bericht �ber die weltweiten �kumenischen Teambesuche zur Halbzeit der Dekade. Er habe die "Entschlossenheit und Ausdauer von Frauen dokumentiert, die Probleme der Unterdr�ckung zu �berwinden", erkl�rte die orthodoxe Delegierte Despina D. Prassas (�kumenisches Patriarchat Konstantinopel). Sie betonte als eines der gr�ssten Hoffnungszeichen den beginnenden Bewusstseinswandel in den Kirchen. Ihnen sei klar geworden, "dass die meisten Probleme im Verh�ltnis zwischen M�nnern und Frauen nicht allein Frauenprobleme sind, sondern die gesamte Kirche angehen".
Diese Aussage unterst�tzte Metropolit Ambrosius (Orthodoxe Kirche in Finnland), der die theologische Herausforderung der Dekade hervorhob. Sie zwinge die Kirchen, ihr Wesen zu ver�ndern. "Es scheint so, als sei keine Religion frei von unterschwelligen Strukturen, durch die Frauen auf verschiedene Weise ausgegrenzt und marginalisiert werden. Aus diesem Grund haben wir in Zukunft die Pflicht, die Ergebnisse dieser Dekade zur�ck in unsere Kirchen zu tragen", erkl�rte der orthodoxe Kirchenf�hrer.
Kritisch wiesen die Referenten auf die unerledigten Punkte der Tagesordnung der Dekade hin. Vor allem auf die Frage des Rassismus sei unzureichend behandelt worden. Die Kenianerin Mukami McCrum forderte die Kirchen auf, "die Frauenorganisationen, die an vorderster Front gegen alle Formen des Rassismus k�mpfen", zu unterst�tzen.
Unmut l�ste bei vielen weiblichen Delegierten die Behandlung des Briefes aus, den Teilnehmende des Dekade-Festivals an die Delegierten der Vollversammlung richteten. Als Tischvorlage ausgeteilt, wurde er w�hrend der Plenarsitzung nicht verlesen. "Hier stellt sich die Frage, welchen Stellenwert die Kirchen den Forderungen nach einer nachhaltigen Weiterarbeit einr�umen", meinte die Dekadeverantwortliche der Evangelischen Kirche in Westfalen, Anja Vollendorf. Die Frauen hoffen nun, dass zumindest die Passage "Gewalt gegen Frauen ist S�nde" in die Schlussbotschaft der Vollversammlung aufgenommen wird. *
�kumenischer Rat der Kirchen
Presse- und Informationsb�ro, Harare
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