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Pressemitteilung 16


From "Benoit Zimmerman" <[email protected]>
Date 07 Dec 1998 11:46:47

Achte Vollversammlung des �RK
Pressemitteilung Nr. 16
Zur Ver�ffentlichung frei
7. Dezember 1998

K�NFTIGER KURS DES �RK UMSTRITTEN
GRUNDSATZERKL�RUNG STARK KRITISIERT

Die Meinungen �ber die Gestaltung der zuk�nftigen Arbeit des �kumenischen Rates der Kirchen gehen unter den fast 1000 Delegierten der �RK-Vollversammlung in Harare weit auseinander. Dies wurde am Sonntag, 6. Dezember in der Plenarsitzung �ber die vorgelegte Grundsatzerkl�rzung *Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Verst�ndnis und einer gemeinsamen Vision des �kumenischen Rates der Kirchen* (englisch abgek�rzt CUV) deutlich. 

W�hrend der orthodoxe Vorsitzende des Zentralausschuss, Aram I. bei der Vorstellung das Dokument als *frischen Wind f�r die �kumene* bezeichnete, �usserten sich andere orthodoxe Vertreter pessimistisch dar�ber, ob die Erkl�rung orthodoxe und andere �RK-Mitgliedskirchen wieder n�her zusammenbringen kann. Der russisch-orthodoxe Priester Hilarion Alfejew sagte, dass er die gr�sste Mitgliedskirche des �RK vertrete, die aber kaum Einfluss auf die Tagesordnung des Weltrates nehmen k�nne. Der albanische orthodoxe Erzbischof Anastasios erinnerte an den innerkirchlichen Dialog �ber die Bedeutung des Heiligen Geistes, der w�hrend der 7. Vollversammlung in Canberra (1991) gef�hrt wurde. *Jetzt finden wir keine einzige Zeile dar�ber*, beklagte er. *Behalten sie ihre Erkl�rung. Wir ziehen aus.* Der amerikanische Orthodoxe Leonid Kishkovsky meinte, dass weitere Arbeit an dem CUV-Studienprozess n�tig sei, bevor man zu irgendwelchen Ergebnissen komme. Er glaube nicht, dass dies von der Vollversammlung in Harare geleistet werden k�nne.

Heftig diskutiert wurde die im CUV-Dokument angesprochene Idee eines �kumenischen Forums christlicher Kirchen und Gemeinschaften, in dem auch Nicht-�RK-Kirchen mitwirken k�nnen. Mehrere Redner, darunter der deutsche EKD-*Auslandsbischof* Rolf Koppe, bef�rchten dadurch eine Verflachung der �kumenischen Bewegung. Viel wichtiger sei es, an einer Vertiefung der Gemeinschaft zu arbeiten. Koppe bezweifelte auch, dass das Forums- Projekt �berhaupt finanzierbar sei. Der anglikanische Bischof John Neill aus Irland warnte davor, *vor den aktuellen Problemen in die Forums-Idee zu fl�chten*. Wenn man beieinander bleiben wolle, m�sse man auch *den Schmerz der Mitgliedschaft ertragen*. 

Dass die teils leidenschaftliche Diskussion nicht allen Delegierten behagte, brachte die anglikanische Pfarrerin Rose Hudson-Wilkin in einem heftig beklatschten Votum zum Ausdruck. Sie stellte die Frage, ob es irgendein normales Kirchenmitglied gebe, das diese  Debatte verstehen k�nnte, in der so oft Ekklesiologie und Gr�sse der eigenen Kirche die Rede sei. *In Wirklichkeit geht es hier um Machtfragen*, meinte sie.   *

�kumenischer Rat der Kirchen
Presse- und Informationsb�ro, Harare
Tel.:  +263.91.23.23.81
E-Mail:  [email protected]
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