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WCC Assembly Press Release 17 (G)


From "Cynthia Smith" <[email protected]>
Date 08 Dec 1998 05:19:04

Achte Vollversammlung des �RK
Pressemitteilung Nr. 17
Zur Ver�ffentlichung frei
8 Dezember 1998

DIE JUGEND PROBT DEN AUFSTAND
GERANGEL UM NEUEN ZENTRALAUSSCHUSS

Heftiger Streit ist auf der Vollversammlung des �kumenischen Rates der Kirchen (�RK) um die Besetzung des neuen Zentralausschusses entbrannt. Insbesondere Jugendliche und Frauen verlangen eine st�rkere Vertretung in dem 150 Personen-Gremium, das die Geschicke des Weltrates zwischen den Vollversammlungen leitet. Dem Nominierungs-Ausschuss gelang es nicht, den Zeitplan zur Vorlage einer Namenliste einzuhalten. Sie sollte den Delegierten am Dienstag, 8. Dezember, zur Abstimmung vorgelegt werden. 

Statt dessen wurde ein als *Zwischenbericht* deklariertes Papier pr�sentiert, das die vertraulich behandelte Namensliste prozentual aufschl�sselt. Demnach w�rden dem Zentralausschuss ein Drittel Frauen und nur knapp 15 Prozent junge Menschen (bis 30 Jahre) statt der angestrebten 20 Prozent angeh�ren. *Es obliegt der Vollversammlung zu entscheiden, ob wir verwirklichen, was wir sonst bez�glich der Beteiligung der Frauen und der Jugend erkl�ren*, sagte Bischof Melvin Talbert (USA), der dem Nominierungs-Ausschuss vorsitzt. Talbert wies allerdings auch auf das Problem hin, einen Vorschlag auszuarbeiten, der gleichzeitig eine ausgewogene Vertretung der Weltregionen und Konfessionsfamilien, sowie von Frauen, jungen Menschen und Laien erm�glicht. 

Wenn man es nicht schaffe, der Jugend einen gr�sseren Platz einzur�umen, ginge der �RK im 50. Jahr seines Bestehens *stark auf die Rente zu*, meinte der Potsdamer Delegierte Christian Liebchen (25). Die fehlende Beteiligung von Frauen, Laien und der Jugend sei das eigentliche Problem der Vollversammlung, nicht der Konflikt mit den Orthodoxen. Das *diplomatische Versteckspiel* der Kirchenf�hrer sei f�r junge Menschen einfach nur anstrengend und symptomatisch f�r die Kluft zwischen der Genfer �kumene und der �kumene an der Basis, so der Gemeindep�dagoge. 

Die Jugenddelegierte Sandra Scholz (Burghaun bei Fulda) verlangte, dass im neuen Zentralausschuss sowohl erfahrene �kumeniker als auch junge Menschen vertreten sein m�ssten. Jugendliche seien als *Begeisterungstr�ger* notwendig: *Wenn wir nicht mehr junge Menschen f�r �kumene interessieren, wird der �RK in 50 Jahren nicht mehr existieren.*

 *Heuchelei* nannte das fr�here Zentralausschuss-Mitglied Marion Best (Kanada) den geringen Frauenanteil. Die gerade beendete Dekade *Kirche in Solidarit�t mit den Frauen* habe auch das Ziel verfolgt, die Zahl von Frauen in Leitungsgremien zu erh�hen. Der jetzige Vorschlag hingegen w�rde auf eine Verringerung des Frauenanteils hinauslaufen.

Die Vollversammlung muss nun auf einer zus�tzlichen Sitzung am Donnerstagabend �ber die Zusammensetzung des neuen Zentralausschusses entscheiden.*

�kumenischer Rat der Kirchen
Presse- und Informationsb�ro, Harare
Tel.:  +263.91.23.23.81
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