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Weltb�nde F�hlen Sich Der �kumene...


From "Sheila Margaret Mesa" <[email protected]>
Date 11 Dec 1998 06:46:44

Achte Vollversammlung des �RK
Pressemitteilung Nr. 29
Zur Ver�ffentlichung frei
11. Dezember 1998

WELTB�NDE F�HLEN SICH DER �KUMENE VERPFLICHTET
KRITIK AN MANGELNDER BETEILIGUNG AN �RK-VOLLVERSAMMLUNG

Vertreter mehrerer konfessioneller Weltb�nde haben bei einem Padare-Treffen der �RK-Vollversammlung Interesse an einer engeren Zusammenarbeit mit dem Weltkirchenrat bekundet. Bei dem vom Lutherischen Weltbund (LWB) organisierten Treffen wurde aber auch deutlich, dass das Verh�ltnis zwischen dem �RK und den sogenannten "weltweiten christlichen Gemeinschaften" noch in vielen Punkten der Kl�rung bedarf. F�hrende Vertreter der Weltb�nde beklagten sich dar�ber, auf der Vollversammlung nicht geb�hrend gew�rdigt worden zu sein.

Als kennzeichnend f�r ihre Weltb�nde nannten die Vertreter vor allem drei Charakteristiken: Sie br�chten ihr konfessionelles Erbe in die �kumene ein, k�nnten Kirchen vertreten, die zu klein w�ren um Mitglied im �RK zu werden und seien zudem besser in der Lage Beziehungen mit den Kirchen vor Ort zu pflegen. Sie r�umten ein, dass es auch innerhalb ihrer B�nde teils eklatante theologische Differenzen gebe und der Vorrat an "Grund�bereinstimmungen" aller Mitgliedskirchen oft sehr gering sei. Daraus resultierten Erfahrungen mit einer Art "interner �kumene". 

Lutherischer Kirchen-Cocktail

LWB-Generalsekret�r Ishmael Noko beschrieb den Lutherischen Weltbund als einen "Cocktail von Kirchen". Manche seien rein lutherisch, w�hrend andere in verschiedenen konfessionellen Traditionen verwurzelt seien. Deutlich werde dies in unterschiedlichen Formen der Gottesdienstgestaltung und der Kirchenleitung.

Sich zu einer Konfession zu bekennen, bedeute nicht, anti�kumenisch sein, betonte Milan Opocensky, Generalsekret�r des Reformierten Weltbundes. Die �lteste konfessionelle Vereinigung wolle sich gegen�ber der �kumenische Bewegung loyal und kooperativ verhalten, so Opocensky. �kumenisch zu sein sei f�r Lutheraner eine Pflicht und keine Option, unterstrich Noko. Larry Miller von der Mennonitischen Weltkonferenz wies darauf hin, dass sich die Angeh�rigen seiner Konfession in erste Linie der universalen Kirche verpflichtet f�hlen.

Interesse an der �kumenischen Arbeit der Weltb�nde zeigte auch John Radano vom p�pstlichen Einheitssekretariat im Rom. Er verwies auf das Porvoo-Abkommen, das die Abendmahlsgemeinschaft zwischen Anglikanern in Grossbritannien und Irland und Lutheranern in Nordeuropa herstellte. "Um Porvoo zu globalisieren, werden die konfessionellen Weltb�nde n�tig sein."

Kritik wurde bei der Padare-Veranstaltung an der mangelnden Mitwirkungsm�glichkeit der Weltb�nde bei der Vollversammlung ge�bt. "Wir sind hier in der W�ste," sagte Opocensky. "Unser Rat ist nicht erw�nscht."Bedauert wurde auch, dass die Weltbundvertreter, unter ihnen der aus Simbabwe stammende LWB-Generalsekret�r, nicht einmal um ein Grusswort gebeten wurden. Noko ist zudem der erste Afrikaner, der eine weltweite Kirchengemeinschaft als Generalsekret�r leitet.

Nach der bei der Vollversammlung vorgelegten Grundsatzerkl�rung "Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Verst�ndnis und einer gemeinsamen Vision des �kumenischen Rates der Kirchen" (englisch abgek�rzt CUV), soll sich der Weltkirchenrat darum bem�hen die weltweiten christlichen Gemeinschaften "direkter in das organisierte Leben des �RK einzubinden".

Bedenken gegen eine formale Einbindung der Weltb�nde �usserte ein Mitglied der Unionskirche in Australien. Die ehemaligen Kirchen die in ihrer "Uniting Church" aufgegangen waren, seien als "�kumenische Kirche wiedergeboren worden". Erneut Beziehungen zu verschiedenen Weltb�nden zu kn�pfen, k�me ihr wie ein R�ckschritt vor.

Bedenken beim �RK

Beim �RK zeigte der f�r die Beziehungen zu den Mitgliedskirchen zust�ndige Huibert van Beek Verst�ndnis f�r die Bef�rchtungen der Orthodoxen angesichts der zunehmenden Zahl protestantischer Mitgliedskirchen. Er w�rde es begr�ssen, wenn die Weltb�nde ihre Mitgliedskirchen ermutigen w�rden, sich zusammen zu schliessen und dann dem �RK beizutreten. Der Lutherische Weltbund k�nnte zum Beispiel seine drei Mitgliedskirchen in Namibia zum Zusammenschluss ermutigen.

Van Beek warf die Frage auf, was mit kirchlicher Einheit gemeint sei, wenn etwa die Kirche von S�dindien, die anglikanischer und reformierter Herkunft ist, eine "gespaltene Treue" zwischen zwei Weltb�nden pflegen soll. Dem Argument der Weltb�nde, dass sie auch viele kleinere Kirchen vertreten, hielt er entgegen, dass dies auch durch regionale �kumenische Organisationen wie die Konferenz Europ�ischer Kirchen geschehe. *

�kumenischer Rat der Kirchen
Presse- und Informationsb�ro, Harare
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