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Katholische Mitgliedschaft im �RK...


From "Sheila Margaret Mesa" <[email protected]>
Date 13 Dec 1998 01:18:23

Achte Vollversammlung des �RK
Pressemitteilung Nr. 34
Zur Ver�ffentlichung frei
13. Dezember 1998

KATHOLISCHE MITGLIEDSCHAFT IM �RK NICHT AKTUELL
GEMEINSAME ARBEITSGRUPPE F�R ENGERE ZUSAMMENARBEIT

Eine Mitgliedschaft der r�misch-katholischen Kirche im �kumenischen Rat der Kirchen (�RK) steht derzeit nicht zur Diskussion. Dies hat der Leiter der 25k�pfigen katholischen Delegation bei bei der �RK-Vollversammlung in Harare, der schottische Bischof Mario Conti (Aberdeen) gegen�ber Medienvertretern deutlich gemacht. 

Conti wies darauf hin, dass die katholische Kirche erst nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil 1965 die Zusammenarbeit mit dem Weltrat aufnahm und daher nicht an seinen Gr�ndungsdokumenten mitgewirkt habe. Daneben bestehe das Problem, dass der katholischen Kirche etwa eine Milliarde Menschen angeh�rten, den rund 340 orthodoxen, protestantischen und anglikanischen Mitgliedskirchen des �RK aber nur etwa halb so viele. Bei einem Beitritt best�nde die Gefahr, dass die Beziehungen dieser Mitgliedskirchen untereinander "verbogen" w�rden. "Wir m�chten zur Arbeit des �RK lieber beitragen, als ihn zu destabilisieren", sagte Conti.  

Der schottische Bischof geh�rt der Gemeinsamen Arbeitsgruppe der r�misch-katholischen Kirche und des �RK an. Das einmal j�hrlich tagende beratende Gremium legte in Harare seinen siebten Bericht vor. Er umfasst den Zeitraum von 1991 bis 1998. Das Dokument unterstreicht die Bedeutung der "�kumene vor Ort". Es zeigt anhand der Vertretung der katholischen Kirche in nahezu allen Programm-Aktivit�ten des Weltkirchenrats die wachsende Zusammenarbeit auf und gibt Anregungen f�r die Zukunft. 

Dem Bericht zufolge bestimmen in den n�chsten Jahren vier Themen die Tagesordnung der Gemeinsamen Arbeitsgruppe: die Einheit der Kirche als "Koinonia" (Gemeinschaft), das �kumenische Lernen, die Studienarbeit �ber ethische Fragen, das gemeinsame Zeugnis, �ber  das Wiedererstarken des Proselytismus sowie das verst�rkte Engagement der katholischen Kirche in nationalen Kirchenr�ten und �kumenischen Regional-Organisationen.

Wettbewerb um die Gl�ubigen

Als eine Ursache wachsender Spannungen zwischen einzelnen Kirchen beschreibt der Bericht den Proselytismus. Der urspr�nglich positiv besetzte Begriff  bekomme einen negativen Beigeschmack, wenn er f�r Bem�hungen von Christen verwendet werde, Mitglieder anderer christlicher Gemeinschaften zu einem �bertritt zu veranlassen, heisst es darin. Solche Aktivit�ten erfolgten offen oder versteckt, aus niederen Beweggr�nden oder in vermeintlich guter Absicht. Sie seien "eine Missachtung der christlichen Realit�t anderer Kirchen oder ihrer jeweiligen seelsorgerlichen Praxis" und st�nden im Widerspruch zu allen �kumenischen Bestrebungen. 

Proselytismus liege vor, wenn die Lehre einer anderen Kirche verzerrt dargestellt oder l�cherlich gemacht werde. Dies geschehe, wenn etwa behauptet werde, das Gebet f�r die Toten sei eine Leugnung der Notwendigkeit, Christus als Herrn und Heiland pers�nlich anzunehmen oder wenn die Anbetung von Ikonen als primitiver G�tzendienst abgetan werde. Auch das Ausnutzen politischer, gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Macht zur Gewinnung neuer Mitglieder f�r die eigene Kirche sei abzulehnen. Kritisiert wird ausserdem die Methode, Bildungsm�glichkeiten, Gesundheitsversorgung oder materielle Anreizen anzubieten. Verurteilt wird auch, Bed�rfnisse, Schw�chen oder mangelnde Bildung von Menschen auszunutzen.

Als weitere Ursache des Proselytismus betrachtet die �kumenische Arbeitsgruppe  unterschiedliche Missions- und Evangelisationsverst�ndnissen von Kirchen. Manche seien der Auffassung, dass "Gottes erl�sendes Handeln ausschliesslich von ihnen vermittelt werde". Andere schrieben der Mission entweder nur soziale oder nur geistliche Aufgaben zu, "anstatt Mission als ganzheitlichen Auftrag zu sehen". Das Dokument stellt fest, dass es nicht gen�ge, den Proselytismus zu verurteilen. N�tig sei das echte gemeinsame christliche Zeugnis der Kirchen, �kumenische Studien- und Aktionsgruppen, Koordinierung von Seelsorge und Mission, der gemeinsame Dienst im humanit�ren Bereich und die Fortsetzung des theologischen Dialogs. 

F�r das Jahr 2000 empfiehlt die Arbeitsgruppe, das "�kumenische Potential" einer weltweiten gemeinsamen Feier im Jahr 2000 zu nutzen. Dabei sollten Christen miteinander den apostolischen Glauben bekennen. Als "soziales Zeugnis" sollten die Ziele des Erlassjahres bekr�ftigt werden, den �rmsten L�ndern die Schulden zu erlassen. Die Vollversammlung nahm den Bericht der Kommission am 12. Dezember an und forderte den neuen Zentralausschuss auf,  gemeinsame  Feiern der Kirchen im Jahr 2000 auf �rtlicher, regionaler und weltweiter Ebene anzuregen. *

�kumenischer Rat der Kirchen
Presse- und Informationsb�ro, Harare
Tel.:  +263.91.23.23.81
E-Mail:  [email protected]
http://www.wcc-coe.org


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