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�rmsten L�ndern die Schulden...


From "Sheila Margaret Mesa" <[email protected]>
Date 13 Dec 1998 23:44:24

Achte Vollversammlung des �RK
Pressemitteilung Nr. 37
Zur Ver�ffentlichung frei
13. Dezember 1998

�RMSTEN L�NDERN DIE SCHULDEN ERLASSEN
�KUMENISCHER RAT FORDERT "ERLASSJAHR 2000" 

Zum neuen Jahrtausend fordert der �kumenische Rat der Kirchen (�RK) einen weitreichenden Schuldenerlass f�r Entwicklungsl�nder. Die Achte Vollversammlung in Harare stimmte am 12. Dezember einem Aufruf an die rund 340 Mitgliedskirchen zu, sich bei Regierungen und internationalen Finanzinstitutionen f�r dieses Ziel einzusetzen. Den Kirchen wird ferner empfohlen Kampagnen f�r ein "Erlassjahr 2000" zu unterst�tzen und dadurch zu einen Neuanfang in hochverschuldeten, verarmten L�ndern beizutragen.    

Der Weltkirchenrat verweist im 50. Jahr seines Bestehens darauf, dass sich sowohl in der hebr�ischen wie in der christlichem Heiligen Schrift der g�ttliche Auftrag zur "periodischen �berwindung struktureller Ungerechtigkeit und Armut" finde. So heisst es im 3. Buch Mose, dass jedes 50. Jahr ein "Jubel"- oder "Erlassjahr"sein soll, in dem Schulden gestrichen und die Sklaven freigelassen werden. "Die Verschuldung der �rmsten L�nder gegen�ber westlichen Regierungen und Gl�ubigern ist die Sklaverei unserer Zeit", heisst es im Beschluss der Vollversammlung. Die "beschleunigte Konzentration des Reichtums in den H�nden einiger Weniger in den reichsten Staaten und der verheerende R�ckgang des Lebensstandards in den �rmsten L�ndern" bed�rfe dringend einer Korrektur nach dem Vorbild des Erlassjahres.

Der �RK vertritt die Auffassung, dass die f�r einen teilweisen Schuldenerlass von Internationalem W�hrungsfonds und Weltbank 1996 beschlossene sogenannte HIPC-Initiative (Heavily Indebted Poor Countries) nicht ausreichend sei. Sie komme zu sp�t und diene zu sehr den Interessen der Gl�ubiger. Falls es nicht zu einem Schuldenerlass komme, werde sich "die verheerende Spirale der Anh�ufung von Schulden weiterdrehen und Millionen von Menschen ins Elend st�rzen". 

In der "Verlagerung von Ressourcen von der verarmten Bev�lkerung in den Schuldnerl�ndern zu den reichen Gl�ubigern im Westen" sieht der Weltrat einen Verstoss gegen die Menschenrechte. Kollektiver politischer Wille sei dringend erforderlich, damit ein "inernationaler, ethisch vertretbar Mechanismus zur Regelung der Beziehung von Kreditvergabe und Kreditaufnahme" geschaffen werden kann. 

Die durch einen Schuldenerlass freigewordenen Mittel in den �rmsten L�ndern sollten nach den Vorstellungen des �RK zur Behebung "gesellschaftlicher und �kologischer Sch�den" umgewidmet werden. An dieser Umwidmung m�sse die Zivilgesellschaft und damit auch die Kirchen beteiligt werden, um der Korruption entgegenzuwirken. Der �RK pl�diert f�r die Einf�hrung eines "unabh�ngigen, transparenten Schlichtungsverfahrens f�r die Streichung der Schulden". Damit es anschliessend nicht zu einer erneuten Verschuldung kommt, seien "ethisch fundierte Regelungen" f�r die Vergabe und Annahme von Krediten" n�tig. *

�kumenischer Rat der Kirchen
Presse- und Informationsb�ro, Harare
Tel.:  +263.91.23.23.81
E-Mail:  [email protected]
http://www.wcc-coe.org


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