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Pressemitteilung 36


From "Benoit Zimmerman" <[email protected]>
Date 13 Dec 1998 03:54:40

Achte Vollversammlung des �RK
Pressemitteilung Nr. 36
Zur Ver�ffentlichung frei
13. Dezember 1998

TROTZ ZAHLREICHER BEDENKEN:
�KUMENISCHES FORUM NIMMT GESTALT AN

Der Vorschlag des �RK-Generalsekret�rs Konrad Raiser zur Gr�ndung eines weltweiten �kumenischen Forums nimmt erste konkrete Formen an. Die �RK-Vollversammlung bef�rwortete am 12. Dezember in Harare die weitere Vorbereitungen zur Gr�ndung eines "Forums christlicher Kirchen und �kumenischer Organisationen". Der neue Zentralausschuss wurde beauftragt, die Konsultationen mit den Organisationen fortzuf�hren, die bereits ihr Interesse bekundet haben. 

An einem ersten Sondierungsgespr�ch im August dieses Jahres in Bossey bei Genf hatten auf Einladung des �RK 28 Vertreter verschiedener Organisationen teilgenommen. Das Spektrum reichte von den Pfingstkirchen �ber die Evangelikalen bis zur R�misch-katholischen Kirche. Dabei wurde vereinbart, im Forum mit einem "Minimum an Regeln und Strukturen" auszukommen.

Die Verfassung von Dokumenten und Empfehlungen solle nicht im Mittelpunkt stehen, sondern der "freim�tige Meinungsaustausch". Abstimmungen sind nicht vorgesehen.
Ziel sei es vielmehr, "reichere und umfassendere Beziehungen" zwischen den Beteiligten aufzubauen und "neue Gedanken zu fasssen, neue Tr�ume zu tr�umen und neue Visionen zu entwickeln".

Erstmals offiziell zusammentreffen soll das Forum im Jahr 2001. Gedacht ist an etwa 200 Teilnehmende von internationalem Rang aus kirchlichen und �kumenischen Organisationen. R�mische Katholiken, Orthodoxe, Evangelikale, Pfingstler und andere Bekenntnisfamilien sollen ebenso dazugeh�ren wie regionale und internationale �kumenische Organisationen. Der �RK beansprucht nach den Worten Raisers im Forum keine F�hrungsrolle.

Am Rande der Vollversammlung �usserten sich deutsche Delegierte und Beobachter �berwiegend kritisch zu den Forumspl�nen. Vom Versuch einer "Institutionalisierung der Institutionslosigkeit" war ebenso die Rede wie von der Gefahr einer "byzantinischen Undurchsichtigkeit". In der derzeitigen Situation sei es wichtiger f�r den �RK, sein eigenes Profil zu st�rken.  

Auch in der Plenardebatte der Vollversammlung wurden Bedenken laut. Bef�rchtet wurde eine "Aufweichung" des �RK durch Abwanderung von Kirchen in das Forum und den Verlust von personellen und finanziellen Resourcen. Es sei wichtiger, den �RK selbst zu reformieren . "Keiner unserer Schritte darf den �RK schw�chen", sagte der deutsche Delegierte Klaus Heidel, dessen umfangreicher �nderungsantrag allerdings abgelehnt wurde. 

Der schliesslich gefasste Beschluss billigte das Forums-Projekt, gab dem Zentralausschuss jedoch eine Reihe von Richtlinien f�r die Weiterarbeit mit auf den Weg. Demnach m�sse deutlich zwischen "Wesen und Zielsetzung des �RK und des Forums" unterschieden werden. Die verbindlichere Mitgliedschaft im �RK d�rfe nicht mit der Mitwirkung im Forum verwechselt werden. Ausserdem m�ssten die beteiligten Kirchen und Organisationen f�r die Kosten des Forums gemeinsam aufkommen.     *

�kumenischer Rat der Kirchen
Presse- und Informationsb�ro, Harare
Tel.:  +263.91.23.23.81
E-Mail:  [email protected]
http://www.wcc-coe.org


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