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WCC Assembly Press Release 38 (G)
From
"Cynthia Smith" <[email protected]>
Date
13 Dec 1998 22:27:34
Achte Vollversammlung des �RK
Pressemitteilung Nr. 38
Zur Ver�ffentlichung frei
13. Dezember 1998
ERZBISCHOF CAREY: MISSION EINZIGER WEG AUS DER KRISE
FIXIERUNG AUF VEREINZELTE ANLIEGEN
SCHW�CHT KIRCHE IN EUROPA
Die st�ndige Fixierung auf einzelne Themen sei eine Bedrohung f�r die Kirche im Westen, sagte der anglikanische Erzbischof von Canterbury, George Carey, in einer Predigt am 13. Dezember w�hrend der �RK-Vollversammlung. Er teile jedoch nicht die Ansicht, dass sich die Kirche in Europa in einem unvermeidlichen Niedergang befinde.
Hoffnung sch�pfe er aus einer Wiederentdeckung von Mission. Hierin entdecke die Kirche ihre wahre Einheit, sagte Carey w�hrend eines Abendmahlsgottesdienstes in der anglikanischen Kathedrale. Die Feier war eine von mehreren, die in verschiedenen Kirchen der simbabwischen Hauptstadt im Rahmen der Vollversammlung stattfanden.
Die Besch�ftigung mit vereinzelten Anliegen schw�che die Kirche. Schon jetzt w�rden einige Teilen der westlichen Kirche "verbluten". S�mtliche Sorgen, Ideale und Hoffnungen m�ssten in Zusammenhang mit der Sendung Christi in die Welt gebracht werden. Anliegen wie Homosexualit�t, Obdachlosigkeit, Armut und die Schulden der Dritten Welt seien zwar wichtig, m�ssten jedoch "im Lichte des Evangeliums und des Auftrags, allen Menschen die Liebe Christi zu bringen", gesehen werden.
In seiner Predigt, "Krise oder Christus", vertrat Carey die Auffassung, dass sich die �kumenische Bewegung in einer Krise befinde. Es gebe einerseits Anzeichen wachsender Kircheneinheit, andrerseits w�chsen die Spaltungen. Die r�misch-katholische Kirche sei immer noch ausserhalb des Weltkirchenrats und die Orthodoxen seien zur Zeit "nerv�se, z�gernde Teilnehmer". Obwohl manche meinten, der Rat sei "eine Sackgasse, in die Ideen gelockt und leise erw�rgt werden", habe der �RK in den vergangenen 50 Jahren viele Erfolge erzielt.
Carey verwies darauf, dass sich die Zahl der Christen in diesem Jahrhundert verdreifacht hat. Von einem Verschwinden der Kirche k�nne man also keineswegs sprechen. Auch totgeglaubte Gemeinden k�nnten durch den auferstandenen Christus wiederbelebt werden. "Christus muss der Herzschlag unserer Predigt, unseres Lebens, der Sozialarbeit und unseres Engagement f�r Gerechtigkeit und Frieden sein. Nur wenn wir in seinem Lichte wandeln, wird unsere Krise eine Chance des Wachstums und Quelle von Vertrauen f�r die Zukunft sein."
Urspr�nglich sollte bei der Jubil�umsvollversammlung des Weltkirchenrats wegen theologischer Differenzen unter den Mitgliedskirchen ganz auf gemeinsame Abendmahlsgottesdienste verzichtet werden. Als Kompromiss wurden die Delegierten in die Gemeinden unterschiedlicher Konfessionen eingeladen.*
�kumenischer Rat der Kirchen
Presse- und Informationsb�ro, Harare
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