From the Worldwide Faith News archives www.wfn.org


Luxemburg: Adventistenkinder Samstags nicht schulfrei


From "Christian B. Sch�ffler" <[email protected]>
Date 11 Jul 1999 01:07:07

Juli 11, 1999
Adventistischer Pressedienst (APD)
Christian B. Sch�ffler, Chefredakteur
Fax +41-61-261 61 18
[email protected]
http://www.stanet.ch/APD
CH-4003 Basel, Schweiz

Adventistische Kinder m�ssen in Luxemburg am Samstag 
zur Schule - 
Eltern scheiterten vor Europ�ischem Gerichtshof

Strassburg/Frankreich   Gescheitert sind zwei 
adventistische Familien aus Luxemburg mit einer Klage 
vor dem Europ�ischen Gerichtshof f�r Menschenrechte in 
Strassburg wegen der Unterrichtsbefreiung ihrer Kinder am 
Samstag. F�r die Siebenten-Tags-Adventisten gilt nicht der 
Sonntag, sondern der biblische Sabbat als w�chentlicher 
Feiertag. Bis 1993 brauchten Mitglieder der 
protestantischen Freikirche ihre Kinder nicht am Samstag 
zur Schule zu schicken. Dann jedoch bestanden die Beh�rden 
auf den Unterrichtsbesuch. Nachdem der Rechtsweg im 
Grossherzogtum ausgesch�pft war, wandten sich die Eltern 
an den Europ�ischen Gerichtshof. Die dortigen Richter 
entschieden jedoch, dass das Recht auf Bildung ein Teil der 
fundamentalen Rechte eines Staates sei, das gesch�tzt 
werden m�sse, und die Freiheit der Religionsaus�bung 
einschr�nken k�nne. In einer demokratischen Gesellschaft 
sei es erforderlich, die Schulordnung zu sichern. Der 
Gerichtshof war der Ansicht, dass die Verweigerung der 
Schulbefreiung am Samstag durch die luxemburgischen 
Beh�rden gerechtfertigt gewesen sei. Die Nichtigkeitsklage 
der Eltern wurde abgelehnt.

Nach Ansicht von Maurice Verfaillie (Bern), Direktor f�r 
Religionsfreiheit der europ�ischen Kirchenleitung Euro-
Afrika Division der Siebenten-Tags-Adventisten, 
widerspreche das Urteil der "Allgemeinen Erkl�rung der 
Menschenrechte" der Vereinten Nationen, die auch von den 
europ�ischen Staaten ratifiziert worden sei. Deren Artikel 
18 laute eindeutig: "Jeder hat das Recht auf Gedanken-, 
Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schliesst 
die Freiheit ein, seine Religion ... �ffentlich oder 
privat, durch Lehre, Aus�bung, Gottesdienst oder 
Kulthandlungen zu bekennen." "Wir sehen hier einen sich 
versch�rfenden Konflikt. Obwohl das Recht auf 
Religionsfreiheit gesetzlich gesch�tzt ist, besteht eine 
zunehmende Tendenz, dieses Recht durch andere Rechte, 
die angeblich vorrangiger sind, einzuschr�nken", so 
Verfaillie. Er zeigte sich �ber das Urteil sehr besorgt, 
welches das Recht eines Menschen, seinen Gottesdienst an 
dem Tag zu feiern, den ihm sein Gewissen vorschreibe, 
missachte. "Wir setzen uns sehr f�r Bildung ein, aber wir 
k�nnen ein gesetzliches Verbot des Rechtes auf Gottesdienst 
nicht akzeptieren."							


Browse month . . . Browse month (sort by Source) . . . Advanced Search & Browse . . . WFN Home