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�RK-Zentralausschuss


From "Sheila MESA" <[email protected]>
Date 18 Aug 1999 08:13:43

�kumenischer Rat der Kirchen
Pressemitteilung
Zur Ver�ffentlichung frei
18. August 1999

W�HREND DES �RK-ZENTRALAUSSCHUSSES WIRD GENF ZUM
SCHAUPLATZ INTERNATIONALER �KUMENISCHER BEGEGNUNGEN

Vom 26. August bis 3. September wird Genf zum Schauplatz internationaler �kumenischer Begegnungen. Eineinhalb Wochen lang werden 158 protestantische und orthodoxe Vertreter und Vertreterinnen, die die 336 Mitgliedskirchen des �kumenischen Rates der Kirchen (�RK) repr�sentieren, im �kumenischen Zentrum tagen. Zwischen den Vollversammlungen, die alle sieben Jahre stattfinden, ist der Zentralausschuss das h�chste Leitungsgremium des �RK. Er tritt alle zw�lf bis 18 Monate zusammen.

Der Vorsitzende des �RK-Zentralausschusses, Seine Heiligkeit, Aram I., Katholikos von Kilikien, wird die diesj�hrige Tagung am Donnerstag, 26. August, mit seinem Bericht er�ffnen; anschliessend legt �RK-Generalsekret�r Konrad Raiser seinen Report vor.

Afrikaplenum und Padare-Veranstaltungen:

Thematischer H�hepunkt ist das Afrikaplenum am Samstag, 28. August, an dem unter anderem auch der UN-Sonderbeauftragte f�r Kinder und bewaffnete Konflikte Olara A. Otunnu, Uganda, teilnehmen wird.

In dem Programm des Zentralausschusses spiegeln sich auch die neuen Arbeitsformen wieder, denen sich der �RK in seiner selbstkritischen Analyse anl�sslich seines 50. Jubil�ums im vergangenen Jahr verschrieben hat. So wird es neben Plenarsitzungen dieses Mal auch vermehrt Diskussionsforen, sogenannte "Padare", sowie Arbeit in Kleingruppen geben. Unter anderem werden sich die Zentralausschussmitglieder auf den Padare-Veranstaltungen mit den folgenden Themen besch�ftigen: 

- Millennium-Runde der Welthandelsorganisation, 

- Die Kosovo-Krise und die Reaktion der Kirchen in Konfliktsituationen,

- �kumenische Hermeneutik, 

- Zukunftsf�higkeit der �kumenischen Bewegung,

- Auf dem Weg zu einem protestantisch-orthodoxen Dialog innerhalb des �RK,

- Gottesdienst und �kumenische Spiritualit�t,

- Die Zukunft der Religion,

- Evangelisation,

- Die Zukunft Europas in �kumenischer Sicht,

- Dekade zur �berwindung von Gewalt.

Von dieser verst�rkt themenorientierten Ausrichtung des Zentralausschusses erhofft sich der �RK-Generalsekret�r Konrad Raiser neue richtungsweisende Impulse: "Die Aufgabe des neuen Zentralausschusses ist die Festlegung von Richtlinien und weniger die Feinsteuerung. Wenn der Zentralausschuss die entscheidenden Fragen formulieren k�nnte, w�ren wir schon einen wirklichen Schritt weiter."

Pl�ne f�r die Dekade zur �berwindung von Gewalt:

Mit besonderem Interesse verfolgen zahlreiche �RK-Mitgliedskirchen die Vorbereitungen der �kumenischen Dekade zur �berwindung von Gewalt, die im Jahr 2001 in den Kirchen weltweit  ihren Anfang nehmen soll. 

Welche Gestalt die Dekade annehmen wird, h�ngt unter anderem von den Beratungen des diesj�hrigen Zentralausschusses ab. Wie soll der �RK strategisch mit den Kirchen zusammenarbeiten, um eine Kultur der Gewaltlosigkeit zu schaffen? Welche Erfahrungen bringen die verschiedenen Kirchen aus ihrer Friedens- und Vers�hnungsarbeit bereits mit? In welche Phasen l�sst sich die Dekade unterteilen? Welche Ans�tze f�r Konfliktbew�ltigung und f�r die Schaffung eines gerechten Friedens sind sinnvoll? Dies sind nur einige Fragen, die der Zentralausschuss zur Sprache bringen wird.

Wie geht es weiter im orthodox-protestantischen Dialog?

Wie geht es weiter im orthodox-protestantischen Dialog? - auch damit wird sich der Zentralausschuss, unter anderem auf einer Padare-Veranstaltung, besch�ftigen. 

Zum Hintergrund: Auf einer Tagung im Mai 1998 in Thessaloniki, Griechenland, diskutierten hochrangige Vertreter 15 selbst�ndiger �stlich-orthodoxer Kirchen �ber die wachsende Unzufriedenheit in ihren Kirchen im Blick auf bestimmte Aktivit�ten des �RK und bestimmte Tendenzen in einigen protestantischen �RK-Mitgliedskirchen. W�hrend das in Thessaloniki herausgegebene Kommuniqu� das �kumenische Engagement der orthodoxen Kirchen bekr�ftigte, liess es doch andererseits keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit ihrer Besorgnis hinsichtlich ihrer Mitgliedschaft im �RK. Die �RK-Vollversammlung, die im Dezember 1998 in Harare, Simbabwe, tagte, nahm die Empfehlung der Thessaloniki-Tagung auf und billigte die Einsetzung einer Sonderkommission, die "das ganze Spektrum von Anliegen im Blick auf die Mitwirkung der Orthodoxen im �RK untersuchen und analysieren soll" und dem Zentralausschuss letztlich "notwendige Ver�nderungen in Struktur, Stil und Ethos des Rates" vorschlagen soll.

Der diesj�hrige Zentralausschuss wird auch an diesen Fragen weiterarbeiten und sich um einen konstruktiven orthodox-protestantischen Dialog �ber gegenseitige Beziehungen bem�hen.

F�r Presseakkreditierungen wenden Sie sich bitte an:

Karin Achtelstetter, Medienbeauftragte, <[email protected]>, Tel:  (++41.22) 791.61.53
oder Sheila Mesa, <[email protected]>, Tel: (++41.22) 791.64.21

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Der �kumenische Rat der Kirchen ist eine Gemeinschaft von 336 Kirchen in �ber 100 L�ndern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die r�misch-katholische Kirche ist keine Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem �RK zusammen. Oberstes Leitungsorgan ist die Vollversammlung, die ungef�hr alle sieben Jahre zusammentritt. Der �RK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell gegr�ndet. An der Spitze der Mitarbeiterschaft steht Generalsekret�r Konrad Raiser von der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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