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Albanischer Erzbischof...
From
"Sheila MESA" <[email protected]>
Date
28 Aug 1999 00:03:32
�kumenischer Rat der Kirchen
Pressemitteilung
Zur Ver�ffentlichung frei
27. August 1999
ZENTRALAUSSCHUSS Nr. 3
ALBANISCHER ERZBISCHOF: RELIGION DARF NICHT ALS
MITTEL DER TRENNUNG MISSBRAUCHT WERDEN
"Vers�hnung ist ein Wort, das im Kosovo im Moment schwer zu buchstabieren ist." Keith Clements, Generalsekret�r der Konferenz Europ�ischer Kirchen (KEK), war einer der Gespr�chspartner bei dem Padare �ber die Kosovo-Krise und die Rolle der Kirchen in Konfliktsituationen.
Der zweite Tag der Sitzung des Zentralausschusses des �kumenischen Rates der Kirchen (�RK) in Genf, Schweiz, stand im Zeichen der Padare, einer Form von Gespr�chsgruppen, die sich an afrikanischen Vorbildern orientiert und erstmals bei der Vollversammlung des �RK in Harare, Simbabwe, 1998 eingesetzt wurde. Clements fuhr fort: "Der Wiederaufbau wird eine lange Zeit brauchen, noch mehr Zeit aber brauchen sicher die Bem�hungen um Vers�hnung zwischen den ethnischen Gruppen." Die Aufgaben der Kirchen im Kosovo best�nden jetzt nach der milit�rischen Intervention vor allem darin, ausserhalb der Schlagzeilen in Ruhe die Beziehungen zwischen den ethnischen Gruppen heilen zu helfen.
Dass der Kosovo-Krieg kein Religionskrieg gewesen sei, darin stimmten Vladan Perisic als Laienmitglied der Serbisch Orthodoxen Kirche Jugoslawiens und Erzbischof Anastasios, das Oberhaupt der Autokephalen Orthodoxen Kirche von Albanien �berein. Sowohl Albaner als auch Serben seien zu Opfern dieses Krieges geworden. Perisic forderte den �RK auf, gegen die pauschale Verurteilung der serbischen Nation durch westliche Medien anzugehen und daf�r einzutreten, dass auch Serben im Kosovo in Sicherheit leben k�nnten. Das Interesse der Serbisch Orthodoxen Kirche liege darin, allen Bev�lkerungsgruppen im Kosovo auf dem Weg zu friedlichem Zusammenleben beizustehen.
Erzbischof Anastasios von Tirana, Durres und ganz Albanien schilderte die immensen Anforderungen, die an seine Kirche durch die Kosovo-Krise gestellt worden seien. Nach jahrzehntelangem Verbot jeglicher kirchlicher Aktivit�ten und achtj�hriger Aufbauarbeit sei die Versorgung mehrerer hunderttausend Fl�chtlinge in Lagern und Familien eine Herkules-Aufgabe gewesen, die nur mit finanzieller und praktischer Hilfe der �kumenischen Partner zu bew�ltigen gewesen sei. "Religion ist das Mittel zum Heilen der Wunden, das Mittel gegen den ausgestreuten Hass, wir d�rfen nicht zulassen, dass sie als Mittel der Trennung benutzt wird!" Anastasios nannte die Entwicklung in S�dafrika als Vorbild f�r die �berwindung einer "besonderen Form" von Apartheid, die im Kosovo herrsche. Anders als in S�dafrika gehe es aber hier nicht nur um die Vers�hnung zwischen Christen, sondern auch die Muslime m�ssten ihre F�rsprecher finden. Der Kern des Evangeliums sei das Eintreten f�r alle Leidenden.
Kontaktperson: Karin Achtelstetter, Medienbeauftragte
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Der �kumenische Rat der Kirchen ist eine Gemeinschaft von 336 Kirchen in �ber 100 L�ndern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die r�misch-katholische Kirche ist keine Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem �RK zusammen. Oberstes Leitungsorgan ist die Vollversammlung, die ungef�hr alle sieben Jahre zusammentritt. Der �RK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell gegr�ndet. An der Spitze der Mitarbeiterschaft steht Generalsekret�r Konrad Raiser von der Evangelischen Kirche in Deutschland.
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