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�RK SPRICHT SICH GEGEN DIE AUSH�HLUNG DER AUTORIT�T DER UNO AUS
From
Beno�t Zimmermann <[email protected]>
Date
02 Sep 1999 08:23:04
�kumenischer Rat der Kirchen
Pressemitteilung
Zur Ver�ffentlichung frei
2. September 1999
ZENTRALAUSSCHUSS Nr. 18
�RK SPRICHT SICH GEGEN DIE AUSH�HLUNG DER AUTORIT�T DER UNO AUS
Der Zentralausschuss des �kumenischen Rates der Kirchen (�RK) hat auf seiner Tagung (26. August - 3. September) in Genf seine Unterst�tzung f�r die Vereinten Nationen (UNO) bekr�ftigt. Diese sei ein einzigartiges Instrument der V�lker der Welt f�r eine friedlichere Zukunft. Die UNO m�sse sich auch weiterhin darum bem�hen, Kriege und Menschenrechtsverletzungen zu verhindern, heisst es in einem am Donnerstag, 2. September, dem Zentralausschuss vorgelegtem "Memorandum und Empfehlungen zur Reaktion auf bewaffnete Konflikte und V�lkerrecht".
Verbrechen gegen die Menschlichkeit d�rften nicht mehr straffrei ausgehen. Der �RK-Zentralausschuss rief die Mitgliedskirchen auf, daf�r zu sorgen, dass alle UN-Mitglieder ihre Verpflichtungen gegen�ber der Weltorganisation erf�llten. Ohne das seien die UNO und ihre Sonderorganisationen nicht in der Lage, ihre Aufgaben zu erf�llen.
Der �RK-Zentralausschuss hat ausserdem die UNO sowie die Kirchen und ihre Werke aufgerufen, sich bei Kriegen besonders der Frauen und Kindern anzunehmen und auch bei Friedensverhandlungen auf den Schutz von Frauen und Kindern zu achten. In diesem Zusammenhang hat der Zentralausschuss die UN-Resolution zum Skandal der Kindersoldaten - "Kinder und bewaffnete Konflikte" - begr�sst. Im weiteren bekr�ftigte der Zentralausschuss die �RK-Forderung nach wirksameren Kontrollen des Waffenhandels.
Mit Bezug auf das NATO-Engagement in Kosovo empfiehlt der Zentralausschuss dem �RK-Generalsekret�r, eine Studie zum Problemkreis "humanit�re Intervention" zu veranlassen. Unter den Mitgliedskirchen herrschten verschiedene Auffassungen. Einerseits stehe das Verteidigungsrecht souver�ner Staaten zur Diskussion, anderseits die moralische Verpflichtung der Staatengemeinschaft, bei Verbrechen gegen die Menschheit einzuschreiten. F�r einige Kirchen ist der Einsatz von milit�rischer Gewalt unter keinen Umst�nden zu rechtfertigen, andere jedoch bef�rworten eine Milit�rintervention als letzte M�glichkeit. Die UN-Charta sieht diese M�glichkeit "zur Beilegung von Streitigkeiten" (Art. 42) zwar vor, sagt aber nichts aus zur Frage einer "Intervention aus humanit�ren Gr�nden". Aufgrund der Erfahrungen in Kosovo k�nnte es n�tig sein, neue internationale Verhaltensnormen aufzustellen. Nach Ansicht des �RK m�ssten sich die Kirchen an dieser Diskussion beteiligen.
Die Kirchen sollen nach Ansicht des Zentralausschusses vermehrt �ber den einzigartigen Beitrag nachdenken, den sie f�r Frieden und Vers�hnung leisten k�nnen. Die geplante �RK-Dekade zur �berwindung von Gewalt (2001 - 2010) biete hier eine einmalige Chance, "die traditionellen Mittel gewaltloser Konfliktl�sungen wiederzuentdecken".
Kontaktperson: Karin Achtelstetter, Medienbeauftragte
Tel: (++41.22) 791.61.53 Handy: (+41) 79.284.52.12
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Der �kumenische Rat der Kirchen ist eine Gemeinschaft von 336 Kirchen in �ber 100 L�ndern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die r�misch-katholische Kirche ist keine Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem �RK zusammen. Oberstes Leitungsorgan ist die Vollversammlung, die ungef�hr alle sieben Jahre zusammentritt. Der �RK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell gegr�ndet. An der Spitze der Mitarbeiterschaft steht Generalsekret�r Konrad Raiser von der Evangelischen Kirche in Deutschland.
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