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Kleinstradiosendern auf UKW (Mikroradios)
From
APD <[email protected]>
Date
08 Apr 2000 03:13:06
von Kirchen begr�sst
April 8, 2000
Adventistischer Pressedienst (APD)
Christian B. Schaeffler, Chefredakteur
Fax +41-61-261 61 18
[email protected]
http://www.stanet.ch/APD
CH-4003 Basel, Schweiz
100/2000
USA: Zulassung von Kleinstradiosendern auf UKW
(Mikroradios) von Kirchen begr�sst
Washington D.C.USA. Gegens�tzliche Reaktionen
in den Interessensverb�nden hat der Beschluss der
US-Fernmeldebeh�rde "Federal Communications
Commission" (FCC) hervorgerufen,
Kleinstradiosender auf Ultrakurzwelle (UKW)
zuzulassen. W�hrend die etablierte Radioindustrie
und der konservative Dachverband "National
Religious Broadcasters" (NRB) die Initiative schon
im Vorfeld ablehnten, wird sie von Basisbewegungen
und vom US-amerikanischen Kirchenrat (National
Council of Christian Churches/NCCC), der r�misch-
katholischen und der Evangelisch-Lutherischen
Kirche in Amerika, der Vereinigten
Methodistenkirche, der United Church of Christ und
anderen Denominationen begr�sst.
Die US-amerikanische Aufsichtsbeh�rde FCC hat am
20. Januar 2000 Regelungen f�r UKW-Stationen
niedriger Sendeleistungen verabschiedet. Dabei
gibt es zwei Typen: 1-10 Watt mit einer Reichweite
bis 5 km und 50-100 Watt mit einer Reichweite bis
10 km. Mit dieser Massnahme will man die Vielfalt
der US-Radiolandschaft f�rdern, da viele
kommerzielle Stationen inzwischen in der Hand
weniger Sendergruppen sind. Die Lizenzen werden
f�r jeweils acht Jahre an nicht-kommerzielle
Anbieter bzw. Bildungseinrichtungen vergeben, die
im Sendegebiet liegen m�ssen. Nach zwei Jahren
k�nnte die Organisation weitere Lizenzen
beantragen und bis zu f�nf Stationen im Land
betreiben, nach drei Jahren bis zu zehn. Die
Mindestsendezeit betr�gt 36 Stunden w�chentlich.
Die kommerzielle Konkurrenz hat bereits auf das
m�gliche Interferenzproblem hingewiesen, doch die
FCC will auch f�r einen gewissen Abstand zu
bestehenden UKW-Stationen auf demselben und den
Nachbarkan�len sorgen. In den USA liegen die UKW-
Kan�le 200 kHz auseinander, aber Berechnungen
zeigen, dass ab 600 kHz keine St�rungen mehr zu
erwarten sind.
Mehr als 60 Gruppen nehmen derzeit in den USA die
Hilfe des "Microradio Implementation Project" der
United Church of Christ (1,4 Millionen Mitglieder)
bei der Einrichtung einer entsprechenden
Radiostation in Anspruch. Unter diesen sind zum
Beispiel die Noah's Ark Baptist Church, die ein
Nachbarschaftsprogramm f�r etwa 10 000 Haitianer
in Naples, Florida plant, oder The Muslim
Educational Trust in Portland, Oregon, der sich um
Muslime aus Jugoslawien, dem Nahen Osten und der
GUS k�mmern will.
Das "Microradio Implementation Project" wurde von
der United Church of Christ begonnen und wird von
der "Ford Foundation" mitunterst�tzt. Ende M�rz
wurden jedoch im Kongress Vorlagen eingebracht,
welche die Entscheidung vom Januar (Bills HR 3439
und S 2068) unterbinden sollen. (Redaktion:
Hansj�rg Biener)
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