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"Schuldeingest�ndnis des Papstes entt�uschend"


From APD <[email protected]>
Date 08 Apr 2000 09:31:42

April 8, 2000
Adventistischer Pressedienst (APD)
Christian B. Schaeffler, Chefredakteur
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CH-4003 Basel, Schweiz

"Schuldeingest�ndnis des Papstes entt�uschend"

Bensheim, Deutschland.  Kritisch setzt sich das 
Konfessionskundliche Institut des Evangelischen Bundes, 
Bensheim, eine Institution der Evangelischen Kirche in 
Deutschland (EKD), mit dem �ffentlichen 
Schuldbekenntnis von Papst Johannes Paul II. vom 12. 
M�rz auseinander. Das "Mea Culpa" h�tte es dem Papst 
erlaubt, die konkrete Schuld einzelner Vertreter der 
r�misch-katholischen Kirche zu benennen. Durch die 
Unterscheidung zwischen der Autorit�t in der Kirche und 
dem kirchlichen Lehramt w�re es sogar m�glich gewesen, 
Fehler und Unterlassungen von P�psten, wie etwa Pius 
XII. in Bezug auf die Judenfrage w�hrend der Nazizeit, 
klar zu benennen und in die Vergebungsbitte mit 
einzubeziehen. Diese M�glichkeit sei auch nicht 
ansatzweise genutzt worden, so dass das allgemein 
gehaltene Schuldeingest�ndnis nur entt�uschen k�nne.

So w�rden die Verbrechen im Zuge der Inquisition zu 
"Methoden" beim "notwendigen Einsatz f�r die Wahrheit", 
"die dem Evangelium nicht entsprechen"; die Gr�uel der 
Gegenreformation gingen vollst�ndig unter und k�nnten 
in dem die eigene Schuld relativierenden Satz, die 
Gl�ubigen h�tten "einander verurteilt und bek�mpft", 
bestenfalls erahnt werden. Nicht eigens thematisiert 
werde ausserdem die Frage nach dem Verhalten der 
r�misch-katholischen Kirche zum Holocaust. Das 
"Schuldbekenntnis im Verh�ltnis zu Israel" in der 
vierten Vers�hnungsbitte spreche nur sehr allgemein vom 
"Verhalten aller", die "im Laufe der Geschichte" 
Mitglieder des Volkes Israel "leiden liessen". Die 
r�misch-katholische Lehre von der Kirche lasse es nicht 
zu, von einer Schuld der Kirche als solcher zu reden. 
Die Kirche k�nne daher im Schuldbekenntnis immer nur 
die "Schuld einzelner S�hne und T�chter" benennen. 
Durch die inhaltliche Unbestimmtheit des "Mea Culpa" 
sei, so das Konfessionskundliche Institut, am 12. M�rz 
die Chance vertan worden, mit einem mutigen 
Eingest�ndnis konkreter historischer Schuld die 
Welt�ffentlichkeit tats�chlich zu �berraschen.		


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