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Netzwerk f�r Kinder


From "Sheila Mesa" <[email protected]>
Date 20 Jul 2000 06:55:40

�kumenischer Rat der Kirchen
�RK-Feature Nr. 00-06
zur Ver�ffentlichung frei
20. Juli 2000

RELIGIONEN GR�NDEN GLOBALES NETZWERK F�R KINDER
von Sara Speicher

Gesichter von Kindern, die unschuldige Opfer von Gewalt und Trag�dien sind, sehen wir tagt�glich im Fernsehen, in Zeitschriften und Zeitungen. Kindersoldaten und Kinderprostituierte, Opfer von Armut, Hunger und Missbrauch in der eigenen Familie, HIV/AIDS-Waisen, heimatlose Kinder auf Strassen oder in Fl�chtlingslagern - ob als Opfer oder zunehmend auch als T�ter, Kinder sind leichte Beute von Gewalt und Missbrauch und bekommen oft nicht die Hilfe und Unterst�tzung, die sie br�uchten, um k�rperlich und geistig gesund zu werden und in ein erf�lltes Leben hineinwachsen zu k�nnen.

Viele internationale Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sind �ber die Jahre hinweg entstanden, um sich f�r die Belange von Kindern einzusetzen. In j�ngster Zeit ist ein neues Netzwerk hinzugekommen, das sich zum Ziel gesetzt hat, Millionen von Menschen in aller Welt zu mobilisieren, damit sie ihr Engagement f�r das Wohl der Kinder koordinieren k�nnen. Das Globale Netzwerk der Religionen f�r Kinder (GNCR) verfolgt das Ziel, "ein den Rechten der Kinder gewidmetes Netzwerk (zu sein), das Informationsaustausch und den Aufbau von Aktionsb�ndnissen betreibt".

Das GNRC ist eine Initiative der Arigatou-Stiftung, einer buddhistischen Friedensorganisation mit Sitz in Japan. Es wurde im Mai dieses Jahres in Tokio auf dem ersten Forum der Organisation gegr�ndet, an dem 200 Menschen aus allen Kontinenten, die sieben verschiedenen Religionen angeh�rten, teilnahmen.

Keishi Miyamoto, eine Vertreterin der Stiftung, erkl�rte, warum das Netzwerk ins Leben gerufen worden ist: "Im Verlauf meiner zehnj�hrigen Arbeit bei der Arigatou-Stiftung habe ich bemerkt, dass es sehr viele religi�se Menschen und Organisationen gibt, die sich f�r die Belange von Kindern einsetzen und versuchen, das Umfeld, in dem Kinder in aller Welt leben, zu verbessern. Ich habe auch bemerkt, dass es zwischen diesen Menschen und Organisationen nur wenig Kommunikation und Zusammenarbeit gibt, weil bisher ein Ort f�r Informations- und Erfahrungsaustausch fehlte. Mir schien es m�glich, dass die Arigatou-Stiftung von Myochikai eine solche Zusammenarbeit der Religionen durch die Entwicklung gemeinsamer Handlungsstrategien f�r den Schutz von Kindern f�rdern k�nnte."

Der �kumenische Rat der Kirchen (�RK) wurde bereits in der Anfangsphase der Entwicklung des Netzwerks kontaktiert und beteiligte sich an der Planungsarbeit f�r das GNRC. Hans Ucko  vom �RK-Team f�r Interreligi�se Beziehungen und Dialog und Marta Palma, die das vom �RK organisierte Globale �kumenische Kindernetzwerk koordiniert, nahmen an dem ersten GNRC-Forum teil. Zwei Kinder des �kumenischen Kindernetzwerks ergriffen das Wort auf dem Forum: Arnold Engel aus Kanada und Patricia Cruzado Munoz aus Peru.

Das Engagement des �RK f�r Kinder konzentriert sich auf deren Rechte und die St�rkung ihrer Handlungsf�higkeit. Seit die UN-Generalversammlung 1989 die Konvention �ber die Rechte des Kindes angenommen hat, ist der �RK f�r die wirksame Umsetzung der in ihr enthaltenen Empfehlungen eingetreten. Der Rat hat auch versucht, Kinder und Kindernetzwerke zu verantwortlichem Handeln zu bef�higen, um es ihnen zu erm�glichen, eine aktive und f�hrende  Rolle in Bereichen zu spielen, die ihr Wohl betreffen. Wie ein Mitglied des Globalen �kumenischen Kindernetzwerks es formuliert hat: "Kindern muss die M�glichkeit gegeben werden, sich der Zukunft zu stellen."

*Es ist wichtig, dass Christen mit anderen Religionen zusammenarbeiten, und zwar nicht nur, weil wir ein gemeinsames Anliegen und eine gemeinsame Vision haben, sondern auch, weil viele Kinder in interreligi�sen Gesellschaften bzw. in Gesellschaften leben, in denen die Christen eine Minderheit darstellen", erkl�rt Marta Palma das Engagement des �RK.

In einem vorl�ufigen Gruppenbericht des Forums heisst es: "In einer Zeit, in der Gesellschaften in vielen Teilen der Welt durch religi�se Konflikte zerrissen werden, hat das GNRC alle grossen Weltreligionen zusammengebracht; in einer Atmosph�re der Harmonie und des guten Willens haben sie ihre Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht, darauf hinzuarbeiten, dass die Kinder der Welt, ungeachtet ihrer Nationalit�t oder Religionszugeh�rigkeit, ein Leben in W�rde f�hren k�nnen."

Das GNRC wird sich darauf konzentrieren, M�glichkeiten des Informationsaustausches und der Entwicklung gemeinsamer Handlungsstrategien an der Basis zu schaffen. Die Empfehlungen, die aus den Arbeitsgruppen des ersten Forums hervorgegangen sind, werden Grundlage der n�chsten Arbeitsschritte des Netzwerks sein.   

Zur Rolle des �RK meinte Hans Ucko, dass "der �RK sich ...engagiert hat und weiter engagieren wird. Es ist f�r uns als Christen wichtig, diese urspr�nglich buddhistische Initiative, die religi�se Menschen aus allen Religionen zusammenbringen will, um gemeinsam f�r die W�rde von Kindern einzutreten, zu unterst�tzen".

Sara Speicher ist Mitglied des �RK-Teams f�r Information und �ffentlichkeitsarbeit.

Die Erkl�rung des ersten Forums des GNRC liegt vor. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Arigatou-Stiftung: 
http://www.arigatou-net.or.jp/ 
 englische Version: http://www.arigatou-net.or.jp/english/0-1-5.html 

Weitere Informationen erhalten Sie von:  Karin Achtelstetter, Medienbeauftragte      
Tel:   (++41.22) 791.61.53    Handy:  (+41) 79.284.52.12

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Der �kumenische Rat der Kirchen (�RK) ist eine Gemeinschaft von 337 Kirchen in �ber 100 L�ndern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die r�misch-katholische Kirche ist keine Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem �RK zusammen. Oberstes Leitungsorgan ist die Vollversammlung, die ungef�hr alle sieben Jahre zusammentritt. Der �RK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell gegr�ndet. An der Spitze der Mitarbeiterschaft steht Generalsekret�r Konrad Raiser von der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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