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�RK - Arbeitsmigranten in den Golfstaaten


From [email protected]
Date 24 Nov 2000 02:58:42

�kumenischer Rat der Kirchen
Pressemitteilung, PR-00-37
zur Ver�ffentlichung frei
24. November 2000

Kirchen rufen UNO dazu auf, die Situation von Arbeitsmigranten/innen in den Golfstaaten zu untersuchen

Der �kumenische Rat der Kirchen (�RK) und die Internationale Katholische Kommission f�r Migration (ICMC) haben die Vereinten Nationen (UNO) gemeinsam dazu aufgerufen, die "zahlreichen Berichte" von schwerwiegenden Vergehen, einschliesslich Mord, an Arbeitsmigrantinnen und -migranten, in den L�ndern des Persischen Golfs zu untersuchen.  

In einem Brief an Gabriela Rodriguez, der UN-Sonderberichterstatterin f�r die Menschenrechte von Migranten, rufen der �RK und die ICMC die UNO dazu auf, die Situation am Golf vor Ort zu untersuchen. In den L�ndern des Persischen Golfs leben etwa zw�lf Millionen Arbeitsmigranten und -migrantinnen, haupts�chlich aus S�dasien und �gypten.  

Unterzeichner des Schreibens sind William Canny, Generalsekret�r der ICMC, und Dwain Epps, Koordinator des �RK-Teams f�r internationale Beziehungen. Im Wortlaut heisst es:  

"Wir sind zutiefst beunruhigt �ber die Situation der Arbeitsmigranten/innen in den L�ndern des Persischen Golfs und rufen Sie dazu auf, im Rahmen des UN-Mandats die Situation dieser Menschen zu untersuchen.  

Die zahlreichen Berichte �ber Pr�gel, Mord und Selbstmord von Arbeitsmigrantinnen, die als Hausangestellte arbeiten, machen eine solche Untersuchung durch Ihr Amt notwendig.  

Die Internationale Katholische Kommission f�r Migration und der �kumenische Rat der Kirchen treten seit langem f�r die Rechte von Arbeitsmigranten/innen ein. In diesem Bewusstsein rufen wir Ihre Beh�rde dazu auf, die besonderen Bed�rfnisse und N�te der Arbeitsmigranten/innen in der Golfregion zu untersuchen.  

Wie Ihnen bekannt ist, leben in den Golfstaaten zahlreiche Arbeitsmigranten/innen; auch wenn es keine genauen Statistiken dazu gibt, sch�tzen wir ihre Zahl auf rund zw�lf Millionen, die meisten davon aus S�dasien und �gypten. Wie wir aus Berichten von Menschenrechtsorganisationen, Migrantenverb�nden und anderen 
Quellen wissen, sind ausl�ndische Arbeitskr�fte in der Golfregion mit grossen Schwierigkeiten konfrontiert. Besonders beunruhigt sind wir durch Berichte von schweren Vergehen, von regelm�ssigen Beschlagnahmungen der Reisep�sse durch Arbeitgeber oder Geldgeber sowie von fehlenden M�glichkeiten eines juristischen Einspruchs im Falle von Konflikten zwischen Arbeitnehmern/innen und Arbeitgebern.  

Besondere Sorge bereitet uns die Schutzlosigkeit von Arbeitskr�ften, deren P�sse von den Arbeitgebern beschlagnahmt wurden. Dar�ber hinaus macht die Einschaltung privater Arbeitsvermittler und Geldgeber es schwer, einen Verantwortlichen zu finden, wenn ein/e Arbeitsmigrant/in nicht den zugesagten Lohn oder sonstige zugesagte Leistungen erh�lt. Wenn ein Rechtsweg besteht, ist er h�ufig zu zeitraubend und kostspielig, als dass Arbeitsmigranten/innen ihn beschreiten k�nnten.  

Hausangestellte haben eine besonders schwache Position, da sie in den Arbeitsgesetzen der meisten Golfstaaten nicht ber�cksichtigt werden. Dies bedeutet, dass sie keine Rechtsmittel einlegen k�nnen, wenn ein Arbeitgeber sie dazu zwingt, 18 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche zu arbeiten.  

In einer Zeit, in der die Arbeitsmigranten/innen �berall auf der Welt mit Schwierigkeiten konfrontiert sind, ist die Situation in den Golfstaaten besonders problematisch und erfordert eine n�here Untersuchung. Im Gegensatz zu anderen Regionen der Welt, in denen Arbeitsmigranten/innen leben, gibt es in der Golfregion keine lokalen Organisationen, die die Interessen von Migranten/innen vertreten.  

Wir hoffen, dass Ihre Mitarbeiter die Region besuchen k�nnen, um sich aus erster Hand ein Bild von der Situation zu machen, sowohl aus Sicht der Regierungen als auch der Migranten/innen, um anschliessend der UN-Menschrechtskommission geeignete Massnahmen zu empfehlen.  

Weitere Informationen erhalten Sie von:  Karin Achtelstetter, Medienbeauftragte      
Tel:   (++41.22) 791.61.53    Handy:  (+41) 79.284.52.12

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Die Internationale Katholische Kommission f�r Migration (ICMC) ist eine Organisation, die im Bereich der Zwangsmigration arbeitet und den Entwurzelten hilft. Sie reagiert auf die unmittelbaren N�te und Bed�rfnisse von Fl�chtlingen, Binnenvertriebenen und Zwangsmigranten/innen und konzentriert sich auf die Schw�chsten unter diesen Gruppen. Gleichzeitig arbeitet die ICMC auf dauerhaftere L�sungen hin: R�ckkehr, Reintegration und Wiederansiedlung. Im Jahre 2001 begeht die ICMC ihr 50j�hriges Bestehen. Der Generalsekret�r der ICMC ist William Canny.  

ICMC
Hauptsitz
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Der �kumenische Rat der Kirchen (�RK) ist eine Gemeinschaft von 337 Kirchen in �ber 100 L�ndern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die r�misch-katholische Kirche ist keine Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem �RK zusammen. Oberstes Leitungsorgan ist die Vollversammlung, die ungef�hr alle sieben Jahre zusammentritt. Der �RK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell gegr�ndet. An der Spitze der Mitarbeiterschaft steht Generalsekret�r Konrad Raiser von der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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