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UN-Konferenz �ber Rassismus
From
[email protected]
Date
03 Feb 2001 02:34:25
�kumenischer Rat der Kirchen
Pressemitteilung
zur Ver�ffentlichung frei
2. Februar 2001
ZENTRALAUSSCHUSS, POTSDAM Nr. 19
"Es gibt nur eine Rasse - die menschliche Rasse"
�kumenischer Rat der Kirchen beteiligt sich an
UN-Konferenz �ber Rassismus
Zunehmende rassistische Tendenzen in Europa haben Vertreter des �kumenischen Rates der Kirchen (�RK) bei einem Pressegespr�ch am Freitag, 2. Februar, in Potsdam kritisiert. Der aus Simbabwe stammende Naboth Manizvidza, Mitarbeiter der Methodistischen Kirche in Grossbritannien, forderte die Kirchen auf, allen Tendenzen von Diskriminierung auf Grund von Hautfarbe und Herkunft entschlossen entgegen zu treten. "Es gibt nur eine Rasse - die menschliche Rasse", sagte Manizvidza, der Mitglied des �RK-Zentralaussschusses ist und in seiner Kirche den Arbeitsbereich "Gerechtigkeit unter den Rassen" verantwortet Er erinnerte daran, dass der heute in Europa zu beobachtende Rassismus gegen�ber Afrikanern seine Wurzeln unter anderem in der Berliner Kongokonferenz von 1884 habe, bei der die Europ�er den afrikanischen Kontinent unter sich aufgeteilt hatten. Die Entscheidungen pr�gten bis heute den politischen Umgang Europas mit den afrikanischen Staaten. Die aktuell zu beobachtende "Festungsm!
entalit�t" der europ�ischen Staaten vergesse, dass Afrika einen nennenswerten Beitrag zum Wohlstand Europas geleistet habe.
Manizvidza r�umte ein, dass auch Kirchen und Christen Europas in den Rassismus schuldhaft verstrickt gewesen seien. Jedoch habe es - nicht zuletzt durch das "Programm zur Bek�mpfung des Rassismus" des �RK - einen Wandel in den Kirchen gegeben: Von der eher "akademisch begr�ndeten" Ablehnung des Rassismus seien sie zur aktiven Bildungs- und Bewusstseinsarbeit �bergegangen. Dies best�tige auch eine im Januar 2001 erschienene Studie �ber "Initiativen zur �berwindung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und rassistischer Gewalt" am Beispiel von Deutschland und �sterreich. Es bleibe aber noch viel zu tun, denn das
Eintreten gegen Rassismus sei eine "gewaltige Erziehungsaufgabe". Sie k�nne aber erfolgreich sein, wenn sie eine "Herzensangelegenheit" werde.
Marilia Sch�ller, �RK-Referentin im Team "Gerechtigkeit, Frieden und Sch�pfung" erl�uterte die Beteiligung des �RK an der UN-"Konferenz gegen Rassismus, rassische Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und vergleichbare Formen von Intoleranz", die vom 31. August bis 7. September 2001 in Durban (S�dafrika) stattfinden wird. Danach wird der �RK die von den Vereinten Nationen durchgef�hrten Vorbereitungskonferenzen um weitere Konsultationen erg�nzen. So werden zwischen Ende Februar und Mitte Juni Initiativen von Betroffenen auf vier regionalen Konsultationen Gelegenheit haben, sich auf die Begleitung und Lobbyarbeit w�hrend der Konferenz vorzubereiten. Neben einer Konsulation zu rassistischer Diskriminierung von Frauen wird sich in Neu Delhi eine Konferenz mit den rassistischen Auswirkungen des Kastenwesens besch�ftigen, von dem in Indien 240 Millionen Dalits (so genannte Unber�hrbare) betroffen sind.
Mit den regionalen und thematischen Konsultationen solle insbesondere sicher gestellt werden, erl�uterte Frau Sch�ller, dass die Anliegen der von Rassismus betroffenen Gruppen in der Abschlusserkl�rung der Konferenz und dem dort auszuarbeitenden Aktionsplan m�glichst umfassend ber�cksichtigt werden. Wie aus dem �RK erg�nzend zu erfahren war, versuchten eine Reihe von Staaten, ihnen unangenehme Themen von der Tagesordnung der UN-Konferenz fern zu halten. Die indische Regierung sei anscheinend daran interessiert, dass die Diskriminierung der Dalits durch das Kastensystem in w�hrend der UN-Konferenz nicht zur Sprache komme und versuche mit b�rokratischen H�rden die Teilnahme von Dalits an �RK-Konsultationen zu verhindern.
Weitere Informationen erhalten Sie von: Karin Achtelstetter, Medienbeauftragte
Tel: (+49.331) 274.92.03 Handy: (+41) 79.284.52.12
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Der �kumenische Rat der Kirchen (�RK) ist eine Gemeinschaft von 342 Kirchen in �ber 100 L�ndern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die r�misch-katholische Kirche ist keine Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem �RK zusammen. Oberstes Leitungsorgan ist die Vollversammlung, die ungef�hr alle sieben Jahre zusammentritt. Der �RK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell gegr�ndet. An der Spitze der Mitarbeiterschaft steht Generalsekret�r Konrad Raiser von der Evangelischen Kirche in Deutschland.
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