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ORK: �RK-Zentralausschuss uneins beim Thema "Gewaltanwendung zur Unterst�tzung humanit�rer Ziele" Pressegespr�ch zeigt Brandbreite der Ansichten
From
[email protected]
Date
04 Feb 2001 05:00:17
�kumenischer Rat der Kirchen
Pressemitteilung
zur Ver�ffentlichung frei
4. Februar 2001
Zentralausschuss Nr. 24
ZENTRLAUSSCHUSS, POTSDAM
�RK-Zentralausschuss uneins beim Thema "Gewaltanwendung zur Unterst�tzung humanit�rer Ziele" Pressegespr�ch zeigt Brandbreite der Ansichten
Vielschichtig sind seit 75 Jahren die Sichtweisen, mit denen Vertreter und Vertreterinnen der Mitgliedskirchen des �kumenischen Rates der Kirchen (�RK) die Frage um milit�rische Eins�tze diskutieren und beurteilen. Dies zeigte sich auch w�hrend eines Pressegespr�ches im Vorfeld einer geplanten Diskussion am kommenden Montag, 6. Februar, anl�sslich der Zentralausschuss-Sitzung in Potsdam.
Der methodistische Bischof Aldo Etchegoyen aus Argentinien sprach sich nicht grunds�tzlich gegen milit�rische Interventionen zur Unterst�tzung humanit�rer Ziele aus, erinnerte aber daran, dass in seinem Land das Eingreifen des Mililt�rs die Lebenssituation des Volkes nicht verbessert h�tte. Statt dessen h�tten sie zu wirtschaftlicher Abh�ngigkeit gegen�ber ausl�ndischen Geldgebern gef�hrt.
Andr� Karamaga, presbyterianischer Pastor aus Ruanda, betonte, dass innerpolitische Konflikte oftmals eng mit der Armut breiter Bev�lkerungsschichten zusammenhingen: "Wer nichts mehr zu verlieren hat, ist gewaltbereit!", meinte er, und pl�dierte f�r Initiativen zur Armutsbek�mpfung. Etchegoyen und Karamaga bezweifelten, dass Truppen der Vereinten Nationen humanit�re Ziele durchsetzen k�nnten: "Wer soll innerhalb der internationalen Staatengemeinschaften beschliessen, wann und wo eingegriffen werden soll?" fragten sie. Auch seien die Gr�nde, die ausl�ndische M�chte eingreifen liessen, nicht immer erkennbar und Karamaga berichtete aus seiner Heimat: "50 000 Menschen wurden ermordet, nachdem sie sich beim Einmarsch franz�sischer Truppen sicher gef�hlt und sie ihre Verstecke verlassen hatten."
Nicht �bersehen werden d�rfte die Rolle von religi�sen Gemeinschaften, erinnerte Pfarrerin Septemmy Lakawa aus Indonesien. "Viele Konflikte in den verschiedenen Erdteilen hatten auch in der Vergangenheit einen religi�sen Aspekt", erkl�rte sie, "aber seit einiger Zeit werden Menschen, z.B. in Indonesien, von religi�sen F�hrern missbraucht, um deren Ziele durchzusetzen." Sie hoffe weniger auf das Eingreifen von Milit�rs, als auf die Unterst�tzung ausl�ndischer Christen: "So wie uns Jesus am Kreuz mit seinen ausgebreiteten Armen willkommen heisst, m�ssen den indonesischen Christen helfende H�nde entgegengestreckt werden."
Die unterschiedlichen Positionen zu Frage der Gewaltanwendung zur Durchsetzung humanit�rer Ziele werden in den kommenden Jahren weiterhin eine wichtige Rollen spielen, da der �RK am 4. Februar die "Dekade zur �berwindung von Gewalt" er�ffnen wird. Nicht purer Aktionismus habe diese Initiative angeregt, erkl�rte Dwain Epps, Leiter des Arbeitsbereiches Internationale Beziehungen im �RK. Die Nationen, die �berall in der Welt Waffen verteilt haben, m�ssten sich nun mit ihrem aggressiven Verhaltens auseinandersetzen. "Wie wollen wir sonst, zusammen mit den Opfern, die biblische Botschaft des Friedens umsetzen?", fragte er.
Weitere Informationen erhalten Sie von: Karin Achtelstetter, Medienbeauftragte
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Der �kumenische Rat der Kirchen (�RK) ist eine Gemeinschaft von 342 Kirchen in �ber 100 L�ndern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die r�misch-katholische Kirche ist keine Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem �RK zusammen. Oberstes Leitungsorgan ist die Vollversammlung, die ungef�hr alle sieben Jahre zusammentritt. Der �RK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell gegr�ndet. An der Spitze der Mitarbeiterschaft steht Generalsekret�r Konrad Raiser von der Evangelischen Kirche in Deutschland.
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