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�RK - Erste Veranstaltung anl�sslich der "Dekade zur �berwindung von Gewalt"
From
[email protected]
Date
05 Feb 2001 08:36:40
�kumenischer Rat der Kirchen
Pressemitteilung
zur Ver�ffentlichung frei
5. Februar 2001
ZENTRALAUSSCHUSS, POTSDAM Nr. 28
Erste Veranstaltung anl�sslich der "Dekade zur �berwindung von Gewalt"
Internationale G�ste feiern ein Fest des Friedens im Haus der Kulturen der Welt
Eine abwechslungsreiche Fest-Veranstaltung im "Haus der Kulturen der Welt" zu Berlin umrahmte am Sonnstag, 4. Februar die Er�ffnung der weltweiten "Dekade zur �berwindung von Gewalt" des �kumenischen Rates der Kirchen (�RK), der am vormmittag mit einem �kumenischen Gottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Ged�chtniskirche er�ffnet worden war. Anschlie�end zogen Mitglieder des Zentralausschusses des �RK und B�rgerinnen und B�rger mit brennenden Kerzen zum Brandenburger Tor.
"Leicht ist es nicht, die Gewalt einzud�mmen oder gar abzubauen", betonte Wolfgang Huber, Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg. "Aber in dem Bem�hen darum d�rfen wir nicht nachlassen." Er erinnerte auch an Berlins gewaltbeherrschte Geschichte im 20. Jahrhundert und daran, dass sich der Geburtstag von Dietrich Bonhoeffers, den er als "profetischen Bef�rworter der Gewaltfreiheit" herausstelle, am Er�ffnungstages der Dekade zum 95. Mal j�hrte.
Friedensnobelpreistr�ger Jos� Ramos-Horta aus Ost-Timor erkl�rte, dass oftmals Armut die Entstehung von Gewalt unterst�tze, und rief die Kirchen dazu auf, sich auch f�r eine wirtschaftiche Gerechtigkeit einzusetzten. Rita S�ssmuth, Mitglied des deutschen Bundestages, f�hrte diesen Gedanken weiter aus und sagte: "Es ist untragbar, dass weltweit Frauen und M�dchen verkauft werden, um die Armut ihrer Familien zu lindern." Sie begr�sste die Dekade zur �berwindung von Gewalt als besondere Aufgabe: "Kirchen d�rfen sich nicht �ber ihre Vergangenheit und ihre Unterschiede streiten, sondern sie m�ssen sich auf das besinnen, was sie eint und was sie gemeinsam bewirken k�nnen."
Als "Pilgerreise", auf der Christen herausgefordert sind, ihren Glauben unter Beweis und sich den heutigen, komplexen Lebens-Situationen zu stellen, bezeichnete Aram I. (Armenisch Apostolische Kirche) und Moderator des Zentralausschusses des �RK, die Dekade. Die Mitgliedskirchen des �RK h�tten die Vision, dass Gewalt in Frieden mit Gerechtigkeit umgewandelt werden k�nne. "Diese Glaubens-Reise ruft uns zur Umkehr, zum Dialog und zum Verst�ndnis." Er erkl�rte aber auch, dass man sich �ber diejenigen, die in extremen Situationen, ohne Hoffnung auf Gerechtigkeit und W�rde, zu Gewalt als letzten Ausweg greifen, nicht zum Richter machen d�rfte.
Jannice Love, mitverantwortlich f�r die Planung der Dekade, verlas die Botschaft des Zentralausschusses des �RK, und erkl�rte, dass die Kirchen durch diese Initiative Vers�hnung und Frieden vorantreiben wollen: "�berall in der Welt wissen wir, dass wir Gewalt in allen Lebensbereichen �berwinden m�ssen. �berall sehnen sich Menschen nach Frieden, der in Gerechtigkeit begr�ndet ist."
"Wir beginnen die Dekade nicht als blau�ugige Idealisten, die von Frieden und Vers�hung tr�umen und die Wirklichkeit nicht wahrhaben wollen", meinte Konrad Raiser, Generalsekret�r des �RK und gab zu, dass Gewalt eine allt�gliche Erfahrung vieler Menschen sei. Er gedachte in seiner Ansprache am Brandenburger Tor am Ende der Lichter-Prozession der Opfer von Krieg und Gewalt, V�lkermord und Vertreibung. Er forderte die Menschen auf, ein Unterst�tzungs-Netz zu bilden, damit die Hoffnung auf eine gewaltfreie Welt gest�rkt werden k�nne. "Wir wollen mitarbeiten am Ausbau einer Kultur der Leben bejahenden, aktiven Gewaltfreiheit!", forderte er.
Weitere Informationen erhalten Sie von: Karin Achtelstetter, Medienbeauftragte
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Der �kumenische Rat der Kirchen (�RK) ist eine Gemeinschaft von 342 Kirchen in �ber 100 L�ndern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die r�misch-katholische Kirche ist keine Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem �RK zusammen. Oberstes Leitungsorgan ist die Vollversammlung, die ungef�hr alle sieben Jahre zusammentritt. Der �RK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell gegr�ndet. An der Spitze der Mitarbeiterschaft steht Generalsekret�r Konrad Raiser von der Evangelischen Kirche in Deutschland.
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