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�RK - �RK-Zentralausschuss beendet seine Tagung im historischen Potsdam
From
[email protected]
Date
06 Feb 2001 08:27:06
�kumenischer Rat der Kirchen
Pressemitteilung
zur Ver�ffentlichung frei
6. Februar 2001
ZENTRALAUSSCHUSS, POTSDAM Zusammenfassung
�RK-Zentralausschuss beendet seine Tagung im historischen Potsdam
Der 158 Mitglieder z�hlende Zentralausschuss des �kumenischen Rates der Kirchen (�RK) vertagte sich am Dienstag Nachmittag (6. Februar) nach einem historischen 9-t�gigen Treffen in Potsdam - dem ersten im vereinigten Deutschland. Das Thema Vers�hnung hatte einen gro�en Teil der Tagung beherrscht, auf der auch die �RK-Dekade zur �berwindung von Gewalt (DOV) offiziell er�ffnet wurde.
Die Dekade zur �berwindung von Gewalt: Kirchen f�r Frieden und Vers�hnung (2001-2010) begann mit einer Nachtwache am Samstag und einem Gottesdienst am Sonntag (4. Februar) in der im Krieg zerbombten Kaiser-Wilhelm-Ged�chtniskirche in der Berliner Innenstadt. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete ein Lichterprozession im Schnee vom Haus der Kulturen der Welt zum Brandenburger Tor, wo sich die Zentralausschussmitglieder verpflichteten, "gemeinsam f�r eine Beendigung der Gewalt zu arbeiten und dauerhaften Frieden und Gerechtigkeit aufzubauen".
Die Themen Vers�hnung und Gerechtigkeit zogen sich durch die gesamte Tagung. Die Sonderkommission zur orthodoxen Mitarbeit im �RK hat ihren Auftrag ungef�hr zur H�lfte erf�llt, und die Zentralausschussmitglieder �u�erten sich optimistisch �ber den Fortgang der Arbeit. Die Kommission hat den Auftrag, Ver�nderungen "in Struktur, Stil und Ethik des �RK" vorzuschlagen. Ein Vorschlag, der bereits Aufmerksamkeit erregt - und heftige Debatten ausgel�st - hat, besteht darin, Beschl�sse eher im Konsensverfahren als durch Mehrheitsvotum zu fassen.
Der Zentralausschuss verl�ngerte die Amtszeit von �RK-Generalsekret�r Konrad Raiser um ein Jahr bis Dezember 2003, da der Rat in den kommenden Jahren zahlreiche Angelegenheiten regeln muss, darunter auch die Ver�nderungen, die voraussichtlich von der Sonderkommission empfohlen werden.
Der Vorsitzende des Zentralausschusses, S.H. Aram I, l�ste mit seinen Ausf�hrungen zu der Frage, ob Christen die Anwendung von Gewalt zum Zweck einer humanit�ren Intervention billigen sollten, eine lebhafte Debatte aus. Nach l�ngerer Aussprache beschloss der Ausschuss, den Mitgliedskirchen des �RK den diesbez�glichen Bericht "zur weiteren Pr�fung und Reflexion sowie zur Verwendung nach eigenem Gutd�nken" zuzuleiten.
Der Zentralausschuss rief den �RK auf, an seinen "Bem�hungen um einen Frieden im Nahen Osten festzuhalten, der auf dem Verhandlungswege erreicht wird und v�lkerrechtlich abgesichert ist". Weitere �ffentliche Erkl�rungen enthielten einen Aufruf an den Sudan, die Bombardierung von Zivilisten einzustellen, eine Verurteilung des "Kolumbienplans" der USA, der eine Bereitstellung milit�rischer Unterst�tzung f�r dieses Land vorsieht, einen Aufruf zur gerechten Wiedervereinigung Zyperns sowie einen Appell an die politischen Verantwortlichen Indonesiens, eine friedliche Beilegung des dortigen Konflikts anzustreben.
Der Zentralausschuss bekr�ftigte seine Auffassung, dass die Industriel�nder die "moralische Hauptverantwortung f�r die Beschleunigung des Klimawandels" tragen, und ersuchte die Mitgliedskirchen in diesen L�ndern, ihre Regierungen zu einer Reduzierung der Emissionen aufzurufen.
In einer Plenarsitzung zur Weltwirtschaft wiesen mehrere Mitglieder des Zentralausschusses auf die Ungerechtigkeit der Auslandsschulden hin, die viele arme L�nder bei reichen Gl�ubigern wie der Weltbank oder dem Internationalen W�hrungsfonds haben. Bischof Aldo Manuel Etchegoyen (Evangelisch-Methodistische Kirche von Argentinien) sagte, die Schulden seien "unmoralisch" und die Kirche sei die einzige Institution, die sie kritisiere.
�ber �kumenische Herausforderungen im Gastland der Zentralausschusstagung sprachen mehrere kirchliche Pers�nlichkeiten aus Deutschland. Rund ein Drittel der 82 Millionen Menschen z�hlenden Bev�lkerung geh�ren keiner Kirche an oder sind Anh�nger anderer Religionen, wie Pastor Tim Kuschnerus von der Evangelischen Kirche in Deutschland ausf�hrte. "Die gro�e Herausforderung, vor der wir heute stehen", so Bischof Dr. Walter Klaiber (Evangelisch-Methodistische Kirche in Deutschland), "ist es, Menschen, die vielleicht gar nichts von Gott wissen wollen, ... sein 'Ja' weiterzusagen."
Die Mitgliedschaft des Rates hat sich auf 342 Kirchen erh�ht; folgende neue Mitglieder sind beigetreten: die Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia, der Bund der Philippinischen Baptistenkirchen, die Ekalesia Niue (die Insel Niue liegt bei Aotearoa - Neuseeland), die Evangelisch-Lutherische Kirche von Ghana, die Inl�ndische Afrikanische Kirche, Sudan, und der Bund der Baptistenkirchen in Ruanda. Die Evangelische Mara-Kirche, Myanmar (fr�her Burma) wurde als angeschlossene Kirche aufgenommen. Zwei neue Kirchen, die aus dem Zusammenschluss von Mitgliedskirchen entstanden sind, wurden als Vollmitglieder des �RK anerkannt. Die Vereinigte Reformierte Kirche von Schottland ist aus dem Zusammenschluss der Kongregationalistischen Vereinigung von Schottland und der Vereinigten Reformierten Kirche im Vereinigten K�nigreich entstanden. Die sich Vereinigende Presbyterianische Kirche im s�dlichen Afrika ist aus dem Zusammenschluss der Presbyterianischen Kirche im s�dlichen Afrika und de!
r Reformierten Presbyterianischen Kirche im s�dlichen Afrika hervorgegangen.
Der Zentralausschuss beschloss, dass die Neunte Vollversammlung des �kumenischen Rates der Kirchen im Jahre 2006 stattfinden soll; �ber das genaue Datum und den Tagungsort wurde noch nicht beraten.
Die Empfehlung des Programmausschusses, Ende 2004 oder Anfang 2005 eine Konferenz f�r Weltmission und Evangelisation einzuberufen, wurde bef�rwortet. Der Programmausschuss empfahl ferner, dass bei der Zentralausschusstagung 2002 eine Sitzung Behindertenfragen gewidmet werden soll.
Mehrere bekannte Pers�nlichkeiten aus Deutschland bedachten die Tagung mit einem Gru�wort; besondere Erw�hnung verdient der Pr�sident der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Johannes Rau. Er erinnerte daran, dass der Zentralausschuss zuletzt vor 13 Jahren in Deutschland getagt hatte, als das Land noch geteilt war: "Niemand h�tte davon zu tr�umen gewagt, dass die n�chste Tagung in einem vereinten Deutschland stattfinden w�rde". Weiter wies der Bundespr�sident darauf hin, dass Regierungen verpflichtet seien, den Armen zur Seite zu stehen. "Wir m�ssen weiter f�r eine Welt arbeiten ..., in der Gerechtigkeit und Friede sich k�ssen und in der Gewalt �berwunden ist." Auch der Ministerpr�sident von Brandenburg, des Landes, dessen Hauptstadt Potsdam ist, Dr. Manfred Stolpe, begr��te den Zentralausschuss.
Zwei delegierte Beobachter des r�misch-katholischen P�pstlichen Rates f�r die F�rderung der Einheit der Christen, Msgr. John Mutiso-Mbinda und Msgr. John A. Radano, haben alle Sitzungen aufmerksam verfolgt.
Weitere Informationen erhalten Sie von: Karin Achtelstetter, Medienbeauftragte
Handy: (+41) 79.284.52.12
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Der �kumenische Rat der Kirchen (�RK) ist eine Gemeinschaft von 342 Kirchen in �ber 100 L�ndern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die r�misch-katholische Kirche ist keine Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem �RK zusammen. Oberstes Leitungsorgan ist die Vollversammlung, die ungef�hr alle sieben Jahre zusammentritt. Der �RK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell gegr�ndet. An der Spitze der Mitarbeiterschaft steht Generalsekret�r Konrad Raiser von der Evangelischen Kirche in Deutschland.
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