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�RK - UNCHR: �RK stellt Globalisierung und Religionsfreiheit in den Vordergrund
From
[email protected]
Date
16 Mar 2001 04:54:44
�kumenischer Rat der Kirchen
Pressemitteilung, PR-01-09
zur Ver�ffentlichung frei
16. M�rz 2001
UN-Menschenrechtskommission - �RK stellt Globalisierung und Religionsfreiheit in den Vordergrund
Auf der bevorstehenden 57. Tagung der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen (UNCHR) vom 19. M�rz bis 23. April beabsichtigt der �kumenische Rat der Kirchen (�RK), sowohl thematische als auch l�nderbezogene Anliegen anzusprechen.
"Dieses Jahr hat der �RK zwei schriftliche Erkl�rungen zu thematischen Anliegen eingereicht: eine zu wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten im Zusammenhang mit der Globalisierung und die andere zu Religionsfreiheit, Freiheit und religi�ser Intoleranz", erl�utert Clement John, �RK-Referent f�r internationale Beziehungen.
In seiner schriftlichen Erkl�rung zu wirtschaftlichen. sozialen und kulturellen Rechten begr�sst der �RK den vorl�ufigen Bericht der UN-Sonderberichterstatter Joseph Oloka-Onyango und Deepika Udagama �ber "Globalisierung und ihre Auswirkungen auf den vollen Genuss der Menschenrechte". Dem �RK zufolge "macht" der Bericht "mit klaren und deutlichen Worten auf die negativen Aspekte der Globalisierung aufmerksam, d.h. auf den Ausschluss weiter Teile der in der s�dlichen Hemissph�re lebenden Weltbev�lkerung von den sozialen Nutzen der Globalisierung".
In der schriftlichen Erkl�rung des �RK heisst es weiter, der Bericht weise "zu Recht darauf hin, dass die Welthandelsorganisation und der Internationale W�hrungsfonds "aufh�ren m�ssen, Menschenrechtsfragen in ihren �usserungen und Operationen als Randfragen zu behandeln'". Der �RK erwartet daher mit Spannung, wie auf die Empfehlungen der Berichterstatter reagiert wird. Darin werden Leitlinien f�r die Ausarbeitung eines Grundpflichtenkatalogs zur Respektierung der Menschenrechte f�r die Hauptakteure der Globalisierung gefordert. "Damit w�rde man �ber die dringend notwendige Handhabe verf�gen, um das ungehemmte Agieren der internationalen Finanzinstitute in Schach zu halten", heisst es in der �RK-Erkl�rung abschliessend.
Religionsfreiheit, Freiheit und religi�se Intoleranz geh�ren seit vielen Jahren zu den Hauptanliegen des �RK. Die diesj�hrige schriftliche Erkl�rung resultiert aus intensiven Kontakten mit �RK-Mitgliedskirchen, die sich in Konfliktsituationen "mit signifikanten religi�sen Dimensionen" befinden - wie Sudan oder Indonesien. Ausgehend von diesen Erfahrungen und gest�tzt auf die eingegangenen Berichte macht der �RK die Menschenrechtskommission und die Sonderberichterstatter auf Faktoren aufmerksam, die zu zunehmender religi�ser Intoleranz beitragen, wie
- ungleiche Verteilung der wirtschaftlichen Ressourcen und Vorenthaltung politischer Machtbeteiligung;
- "die R�ckkehr der Religion in den Mittelpunkt des Lebens der Nation", die von einigen begr�sst, von anderen aber als Bedrohung empfunden wird;
- zunehmender R�ckgriff auf die Religion als "Werkzeug und Katalysator bei der Eskalation" von Konflikten;
- Rufe religi�ser Minderheiten nach Intervention - was h�ufig nationalistische Gef�hle weckt und zu weiterer Polarisierung f�hrt;
- Gottesdienstst�tten, die missbraucht werden, um religi�sen Hass und Gewalt zu sch�ren;
- "die Verwendung finanzieller und personeller Mittel aus dem Ausland, um religi�se Intoleranz und Gewalt anzuheizen";
- die Angst nicht-muslimischer religi�ser Minderheiten vor der Einf�hrung der Scharia; solche Minderheiten sehen die Sharia-Gesetze h�ufig "als diskriminierend (an) und als eine Verletzung der menschlichen Grundrechte von Minderheiten, wie sie in der Allgemeinen Erkl�rung der Menschenrechte und anderen international anerkannten Normen und Standards eingeschlossen sind".
Der �RK tritt in seiner schriftlichen Erkl�rung daher nachdr�cklich f�r die F�rderung des interreligi�sen Dialogs sowohl auf internationaler als auch auf Gemeindebene ein: "Sowohl die Regierungen als auch die religi�sen Gruppen sollten einen solchen Dialog mit Hilfe von Aufkl�rungs- und Bewusstseinsbildungsprogrammen f�rdern, in denen die Mitglieder der Gemeinschaften lernen, ihre Religion und Kultur gegenseitig zu respektieren..."
John sch�tzt, dass der �RK neben den beiden schriftlichen Erkl�rungen speziell auf folgende l�nderspezifische Menschenrechtssituationen eingehen wird, die vor kurzem auch auf seiner Zentralausschusstagung angesprochen wurden: Kolumbien, Sudan, Indonesien, Pal�stina und Zypern.
Dar�ber hinaus wird der �RK kleine kirchennahe Delegationen aus Indonesien und Guatemala unterst�tzen, die zur Teilnahme an bestimmten UNCHR-Sitzungen nach Genf kommen.
Weitere Informationen erhalten Sie von: Karin Achtelstetter, Medienbeauftragte
Tel.: (+41.22) 791.61.53 Handy: (+41) 79.284.52.12
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Der �kumenische Rat der Kirchen (�RK) ist eine Gemeinschaft von 342 Kirchen in �ber 100 L�ndern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die r�misch-katholische Kirche ist keine Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem �RK zusammen. Oberstes Leitungsorgan ist die Vollversammlung, die ungef�hr alle sieben Jahre zusammentritt. Der �RK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell gegr�ndet. An der Spitze der Mitarbeiterschaft steht Generalsekret�r Konrad Raiser von der Evangelischen Kirche in Deutschland.
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