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�RK-Feature
From
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Date
18 Apr 2001 03:59:23
Titel: �RK - Weltkonferenz gegen Rassismus
�kumenischer Rat der Kirchen
�RK-Feature 01-04
zur Ver�ffentlichung frei
18. April 2001
Afrikanische Kirchen aufgerufen, �ffentlich Bu�e zu tun und zu bekennen
Elias Massicame
Delegierte und Vertreter/innen von Kirchen, nationalen Kirchenr�ten und �kumenischen Organisationen aus 14 zentral- und westafrikanischen L�ndern riefen auf einer Tagung in Cotonou (Republik Benin) die Kirchen des afrikanischen Kontinents auf, Bu�e zu tun und sich �ffentlich zu ihren Akten des Rassismus, der Rassendiskriminierung, der Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenh�ngender Intoleranz zu bekennen.
Das Regionalseminar in Cotonou, das in diesem Jahr vom 27. - 29. M�rz stattfand, war vom Programm zur Bek�mpfung des Rassismus - das zum �kumenischen Rat der Kirchen (�RK) geh�rt - und der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz (AACC) einberufen worden. Es sollte den Kirchen und �kumenischen Einrichtungen Zentral- und Westafrikas Gelegenheit geben, an der Vorbereitung, Analyse und Diskussion derjenigen Themen teilzunehmen, die bei der vom 31. August bis 6. September dieses Jahres in Durban (S�dafrika) stattfindenden Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenh�ngende Intoleranz auf der Tagesordnung stehen werden. Diese Konferenz wird vom UN-Hochkommissariat f�r Menschenrechte veranstaltet.
Die 40 Delegierten - M�nner und Frauen aller Altersgruppen - erkl�rten, die V�lker Afrikas seien verschiedenen Arten von Rassismus, Tribalismus und anderen Formen von Diskriminierung und Intoleranz ausgesetzt gewesen, und dies gelte nicht nur f�r die Vergangenheit, sondern auch f�r die Gegenwart. Bedauerlicherweise habe die Kirche in Afrika bei ihrem Auftrag versagt, die frohe Botschaft vom Reich Gottes in einem Klima von Frieden, Liebe, Gerechtigkeit, Vers�hnung, Gemeinschaft und Achtung der Menschenrechte zu verk�ndigen und vorzuleben.
Die Delegierten vertraten die Auffassung, trotz des offiziellen Endes von Sklavenhandel, Kolonialismus, Imperialismus und Apartheid gebe es auf dem afrikanischen Kontinent leider nach wie vor Formen von Rassismus und Diskriminierung aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Geschlechts- und
Stammeszugeh�rigkeit, ethnischer Herkunft, Bildungsniveau und Sozialstatus, und zwar nicht nur im politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben, sondern auch in der Kirche.
Die Teilnehmer/innen erkl�rten, diese Praktiken seien in erster Linie das Erbe des Kolonialismus und der Missions�ra, doch die neue Weltordnung, die in den meisten afrikanischen L�ndern durchgef�hrten Strukturanpassungsprogramme, die Globalisierung und die Rolle der Marktwirtschaft, welche die Durchsetzung der Rechtsstaatlichkeit und die Demokratisierung behinderten, h�tten weitere Formen der Diskriminierung und Unterdr�ckung hervorgebracht.
Dar�ber hinaus waren die Teilnehmer/innen der Regionaltagung der Meinung, dass es den Christen Afrikas nicht gelungen ist, unter den ethnischen Gruppen, die den Gesellschaften ihrer jeweiligen L�nder angeh�ren, "Gemeinschaft und Solidarit�t zu stiften". "Wir bekennen unsere S�nden und bitten Gott und unsere Br�der und Schwestern in unseren Gemeinschaften, uns zu vergeben."
Neben der Forderung nach �ffentlicher Busse und dem Bekenntnis zu Akten des Rassismus, der Unterdr�ckung und anderen Formen der Diskriminierung und Intoleranz riefen die in Cotonou tagenden Delegierten und Vertreter/innen von Kirchen und Christenr�ten die Kirchen Afrikas, ihre Schwesterkirchen in �bersee sowie Missionsgesellschaften und Hilfswerke auf, die Opfer f�r das ihnen zugef�gte Leid zu entsch�digen.
Unter den Opfern sind die �rmsten und die anf�lligsten Mitglieder der Gesellschaft, n�mlich Frauen, M�dchen und Jungen, Kriegsvertriebene, Migranten, Ureinwohner und Angeh�rige ethnischer Minderheiten.
Battu Jambawai vom AACC machte insbesondere darauf aufmerksam, dass "wir nicht vergessen d�rfen, dass Frauen doppelt und dreifach leiden" unter den Auswirkungen von Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenh�ngender Intoleranz.
Die Teilnehmer/innen erkl�rten, es gebe in Afrika noch immer Kirchen, die die Diskriminierung der Frau fortsetzen, indem sie Frauen nicht ordinieren. Sie empfahlen den afrikanischen Kirchen, in ihren Bildungs-, Ausbildungs- und Entwicklungsprogrammen den Anliegen von Frauen und jungen Menschen besondere Beachtung zu schenken.
Die Tagung appellierte an Kirchen und �kumenische Einrichtungen, Probleme oder Themen aufzugreifen, die zu einer Verurteilung von Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenh�ngender Intoleranz in ihrer theologischen und Pfarrerausbildung, ihren Bibelstudien und ihren Sonntagsschullehrpl�nen f�hren. Sie forderte den AACC und den �RK auf, solche Bem�hungen zu unterst�tzen.
Der �RK ist zurzeit mit der Fertigstellung einer �kumenischen Studie �ber den Rassismus befasst, die dem Zentralausschuss auf seiner Tagung im September 2002 vorliegen wird. Pauline Muchina, die f�r den �RK an diesem Thema arbeitet, rief die Kirchen auf, sich aktiv an dieser Studie sowie auch an den Vorbereitungen f�r die Weltkonferenz gegen Rassismus (Durban) zu beteiligen.
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�RK trifft Vorbereitungen f�r UN-Weltkonferenz gegen Rassismus
Mit dem Problem des Rassismus setzt sich der �RK seit mindestens 70 Jahren auseinander. Zu einem Arbeitsschwerpunkt wurde das Thema allerdings erst 1968, als der �RK-Zentralausschuss das Programm zur Bek�mpfung des Rassismus (PCR) einrichtete, das unter anderem einen Beitrag zur Abschaffung der Apartheid in S�dafrika geleistet hat. Auf der Achten Vollversammlung des �RK in Harare (1998) wurde das 30-j�hrige Bestehen des PCR gefeiert.
1995 wies der Zentralausschuss auf Folgendes hin: "Der institutionalisierte Rassismus und die Ideologie des Rassismus in ihren schlimmsten Formen sind in den heutigen Gesellschaften genauso pr�sent wie vorher, und auch die Kirchen sind nach wie vor in h�chstem Masse davon betroffen. Dar�ber hinaus gibt es neue Formen von Rassismus, die die Kirchen in dringlicher Weise herausfordern." Der �RK hat diese Herausforderung aufgegriffen und bem�ht sich bei seiner Antirassismusarbeit darum, die Kirchen zu motivieren, jegliche Art von Rassismus in ihrer Mitte zu erkennen, zu verstehen und abzubauen, und sie dabei zu begleiten. Die Bek�mpfung des Rassismus ist nicht als marginaler, sondern als wesentlicher Bestandteil kirchlichen Lebens zu betrachten.
Weltkonferenzen zum Thema Rassismus haben bereits 1978 und 1983 stattgefunden, und die Vereinten Nationen haben Aktionsprogramme f�r drei Internationale Dekaden zur Bek�mpfung des Rassismus und der Rassendiskriminierung angenommen. Die UN-Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenh�ngende Intoleranz wird unter dem Motto "Gemeinsam den Rassismus bek�mpfen: F�r Gleichberechtigung, Gerechtigkeit und W�rde" vom 31. August bis 7. September 2001 im s�dafrikanischen Durban stattfinden. Die Konferenz soll sicherstellen, dass bei den Bem�hungen um die Bek�mpfung des Rassismus die einschl�gigen internationalen Normen und Urkunden angewandt werden. Sie k�nnte ferner Empfehlungen im Hinblick auf weitere Ma�nahmen zum Abbau von Vorurteilen und Intoleranz formulieren.
Der �RK hilft Kirchen und Partnern wie z.B. Urv�lkern, Menschen afrikanischer Abstammung, ethnischen Minderheiten und Dalits dabei, sich auf die UN-Weltkonferenz vorzubereiten. Im Rahmen dieser Vorbereitungen werden regionale und �berregionale Tagungen in Afrika, Asien, Nord- und Lateinamerika veranstaltet, um Informationen dar�ber zu sammeln, wie Kirchen und kirchliche Organisationen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenh�ngende Intoleranz wahrnehmen und erfahren, und was sie dagegen unternehmen.
Diese Informationen sind auch ein wichtiger Bestandteil der �kumenischen Studie �ber den Rassismus, die alte und neue Formen des Rassismus in der Gesellschaft und der Kirche untersucht, darunter auch unterdr�ckerische und rassistische Theologien. Die Studie soll auch die Zusammenh�nge und Unterschiede zwischen Rassismus, Sexismus, Ethnozentrismus, Kastendenken und anderen "Ismen" herausarbeiten. Das Schlussdokument der Studie ("Rassismus heute verstehen") wird im September 2002 vorliegen.
Die Ergebnisse der Regionaltagungen und die bis dahin im Rahmen der Studie gesammelten Informationen werden die Arbeitsunterlagen der �kumenischen Delegation sein, die den �RK auf der Weltkonferenz vertreten wird.
Eine k�rzlich f�r West- und Zentralafrika organisierte Regionaltagung ist Teil der Vorbereitungen f�r die Weltkonferenz. Mit dieser Tagung befasst sich der obige Artikel von Elias Massicame. Von den �brigen Vorbereitungstagungen seien Folgende genannt:
11.-13. Mai: �RK-Regionaltagung Nordamerika, in Detroit, Michigan, USA
17.-19. Mai: �RK-Regionaltagung Asien, Pazifik und Mittlerer Osten, in Bangkok, Thailand
21. Mai - 1. Juni: UN-Vorbereitungsausschuss f�r die Weltkonferenz, in Genf, Schweiz
26.-29. Juni: Konsultation �ber Geschlecht und Rassismus in Afrika, in Antananarivo, Madagaskar
Weitere Informationen erhalten Sie von: Karin Achtelstetter, Medienbeauftragte
Tel: (++41.22) 791.61.53 Handy: (+41) 79.284.52.12
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Der �kumenische Rat der Kirchen (�RK) ist eine Gemeinschaft von 342 Kirchen in �ber 100 L�ndern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die r�misch-katholische Kirche ist keine Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem �RK zusammen. Oberstes Leitungsorgan ist die Vollversammlung, die ungef�hr alle sieben Jahre zusammentritt. Der �RK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell gegr�ndet. An der Spitze der Mitarbeiterschaft steht Generalsekret�r Konrad Raiser von der Evangelischen Kirche in Deutschland.
�kumenischer Rat der Kirchen
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