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Die unertraeglichen Schulden der aermsten Laender der Welt streichen
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FRANK_IMHOFF.parti@ecunet.org (FRANK IMHOFF)
Date
15 Jun 1998 11:12:39
LWB-Rat
Pressemeldung: Nr. 9/98
Internationale Angelegenheiten und Menschenrechte:
Die unertraeglichen Schulden der aermsten Laender der Welt streichen
Genf, 15. Juni 1998 - Der in Genf tagende Rat des Lutherischen Weltbundes
(LWB) hat den Aufruf der LWB-Vollversammlung in Hongkong, 1997, bekraeftigt
und seine Mitgliedskirchen dazu aufgerufen, sich der Erlassjahr
2000-Kampagne anzuschliessen, "um die unertraeglichen Schulden der aermsten
Laender der Welt bis zum Jahr 2000 zu streichen".
Das Genfer Sekretariat und die LWB-Mitgliedskirchen sollten sich besonders
um Wege bemuehen, "wie die durch eine Streichung der Schulden
freigewordenen Mittel direkt zur Linderung des Leidens der Armen in den
betreffenden Laendern verwendet werden koennen", heisst es in der
Beschlussfassung des Rates vom Montag, 15. Juni.
"Die Art, in der diese Schulden eingegangen wurden und in der sich die
Krise entwickelt hat, laesst auf eine schwere Verantwortung der reicheren
Laender und des internationalen Finanzsystems sowie gewisser
undemokratischer und despotischer Regime in einigen aermeren Laendern
schliessen, waehrend diejenigen, die am staerksten unter den Folgen der
unertraeglichen Schulden leiden, die Armen, die unschuldigen Opfer sind",
betont der LWB-Rat weiter.
Ausserdem sprach sich der Rat fuer ein fortgesetztes Engagement des LWB bei
der internationalen Kampagne zum Verbot fuer Landminen aus. Er rief in
diesem Zusammenhang die Mitgliedskirchen unter anderem dazu auf, die
Durchfuehrung des nternationalen Vertrages von Ottawa ueber das Verbot der
Landminen vom Dezember 1997 zu unterstuetzen und Nichtunterzeichnerstaaten
dazu zu draengen, dem Vertrag zum fruehestmoeglichen Zeitpunkt beizutreten.
**Zur Lage in Aethiopien, Eritrea und im Nahen Osten
Darueber hinaus beschaeftigte sich der Rat mit dem Konflikt zwischen
Aethiopien und Eritrea, der aktuellen Krise zwischen Israel und der
palaestinensischen Autonomiebehoerden sowie der Menschenrechtssituation in
Aethiopien.
So rief der LWB-Rat die kriegsfuehrenden Parteien in Eritrea und Aethiopien
dazu auf, den Konflikt durch friedliche Verhandlungen zu loesen, und bot
die Unterstuetzung des LWB bei "der Foerderung der Loeung des Konflikts,
der Heilung und der Versoehnung" an.
Mit Blick auf die Situation im Nahen Osten aeusserte der Rat die
Befuerchtung, dass die aktuelle Krise zwischen Israel und der
palaestinensischen Autonomiebehoerde den Friedensprozess zum Erliegen
bringen koennte. "Vor allem die wiederholten und haeufigen
Grenzschliessungen belasten das taegliche Leben sehr und schaffen Not und
Leid fuer das palaestinensische Volk, weil ihm Zugang zu ihrer
Arbeitsstaette, zu Gesundheitsdiensten, zu Bildungsstaetten und zu
religioesen Aktivitaeten vorenthalten wird", heisst es in der Vorlage an
den Rat. So appelliert der Rat unter anderem an die "Parteien des
Friedensprozesses und seine Foerderer ..., aussergewoehnliche Schritte zu
unternehmen, um aktive Verhandlungen wiederaufzunehmen und die zuvor
eingegangenen Verpflichtungen zu verwirklichen".
"Zutiefst besorgt" aeusserte sich der LWB auf seiner Ratstagung ueber die
"zunehmenden Berichte ueber Menschenrechtsverletzungen in Aethiopien,
insbesondere durch staatliche Behoerden auf verschiedenen Ebenen". In
diesem Zusammenhang rief der Rat die aethiopischen Behoerden dazu auf,
"gegen in Haft befindliche Personen innerhalb einer angemessenen Haftzeit
entweder Anklage zu erheben oder sie freizulassen". Krimineller Vergehen
Beschuldigte sollten "fair, gerecht und unverzueglich in Einklang mit der
Verfassung und mit anerkannten internationalen Normen" vor Gericht gestellt
werden und Anwaelte zu vertraulichen Beratungen heranziehen koennen,
forderte der Rat.
***
Lutherische Welt-Information (lwi)
Deutsche Redakteurin: Karin Achtelstetter
E-mail: ka@lutheranworld.org
http://www.lutheranworld.org/
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